Hoffnung auf Rückkehr – Gestrandet in Neuseeland

Was eine ausgedehnte Urlaubsreise nach Neuseeland und Australien hätte werden sollen, endete für die Grazerin Katharina in einem Quarantäne-Aufenthalt in Auckland und einer ungewissen Rückkehr nach Österreich.

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Foto: Privat

Spätestens mit dem Aufruf von Bundeskanzler Sebastian Kurz nach Hause zu kommen, war für Katharina klar, dass ihr Urlaub nun ein abruptes Ende nehmen würde. „Die Situation hat sich dann zusätzlich verändert, als die neuseeländische Regierung, Touristen aufgerufen hat, das Land zu verlassen“, erklärt Katharina. Nach Kontaktaufnahme mit dem Österreichischen Konsulat wurde ihr geraten, nach Hause zu fliegen, weil die medizinische Versorgung in Österreich besser wäre.

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Foto: Privat

Lockdown in Auckland

Katharina registrierte sich also auf der Homepage des Außenministeriums und buchte unabhängig davon einen, wegen der großen Nachfrage sehr teuren, Heimflug. Am Flughafen wurde ihr aber von den Schaltermitarbeitern der Fluglinie (Thai Airways) erklärt, dass sie ohne einen negativen Bluttest nicht einchecken dürfe. „Das große Problem war, dass diese Bluttests in Neuseeland nicht verfügbar waren“, so die Grazerin. Die Versuche, auf einen anderen Flug umzubuchen, scheiterten aber an der begrenzten Verfügbarkeit oder den astronomischen Preisen. Das bereits bezahlte Ticket bekam sie übrigens nicht ersetzt. Am nächsten Tag (26. März) beschloss die neuseeländische Regierung einen „Lockdown“ mit ähnlichen Maßnahmen wie in Österreich und Katharina muss seitdem in ihrem gemieteten Zimmer ausharren.

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Foto: Privat

Hoffnung auf den Rückholflug

Auf der Suche nach Alternativen zeigte sich ein weiteres Problem: Viele Transitflughäfen wie Dubai oder Singapur wurden dicht gemacht – auch eine Ausreise nach Australien war nicht möglich. „Ich habe mich dann darauf verlassen, dass es einen Rückholflug durch das Außenministerium geben wird, weil es da sicher ist, dass dieser auch bis nach Österreich fliegen kann“, so Katharina. Aber auch aus diesem Vorhaben wurde vorerst nichts, weil die neuseeländische Regierung keine Rückholflüge mehr zuließ. Damit sollte verhindert werden, dass Touristen aus dem ganzen Land zum Flughafen strömen. Mittlerweile wurde das Verbot aber wieder gelockert. Innerhalb von 24 Stunden vor dem Abflug dürfen Touristen zum Flughafen anreisen. „Die Hoffnung auf einen Rückflug lebt also wieder“, zeigt sich Katharina optimistisch.