Gutscheine als Geschenk: Worauf man achten soll

Gutscheine zählen zu den drei beliebtesten Präsenten unterm Weihnachtsbaum. Immer beliebter werden auch Gutscheine für Erlebnisse. Aber Achtung: Das Ablaufdatum könnte der Verwendung in die Quere kommen.

Weihnachten Geschenk Frau - Cover
Gutschein statt Präsent - auch in Österreich immer beliebter Foto: JohanJK/iStock/Thinkstock

Gutscheine sind für viele Schenkende der rettende Strohhalm. Praktisch, dass dieser "Weihnachtsnotnagel" gemeinsam mit Reisen und Bargeld zu den Top 3-Weihnachtswünschen der Österreicher zählt. Neben den eher unpersönlichen Wertkarten von Mode-, Elektronik- und Dessousgeschäften werden auch Erlebnisgutscheine immer beliebter.

Gültigkeitsdauer variiert

"Grundsätzlich gelten Gutscheine 30 Jahre lang – wenn sie nicht befristet sind", erklärt Joachim Kogelmann vom Verein für Konsumenteninformation gegenüber Konkret. Kürzere Fristen sind aber durchaus möglich. "Je kürzer die Verjährungsfristen, desto triftiger muss der Grund sein", erklärt Kogelmann. So darf etwa das kleine Kosmetikstudio nebenan eher eine verkürzte Frist vorgeben, als die Handelskette. Im Fall eines Thermengutscheines entschied der Oberste Gerichtshof (OGH), dass eine Befristung von zwei Jahren zu wenig sei. Auch eine Befristung von Interspar-Gutscheinen auf drei Jahre wurde vom Landesgericht Salzburg als für den Kunden "grob benachteiligend" beurteilt.

Verlängerung möglich

Sollte der Gutschein schon abgelaufen sein, empfiehlt der Konsumentenschützer hartnäckig zu bleiben: "Versuchen Sie, Ihr Recht beim Unternehmen durchzusetzen. Oftmals zeigen sich Unternehmen kulant und gewähren den Anspruch trotzdem." Auf der Homepage der Arbeiterkammer gibt es einen Musterbrief, mit dem zur Verlängerung des Gutscheins aufgefordert werden kann. Ansonsten gilt: Gutschein so rasch wie möglich einlösen, um vor bösen Überraschungen gefeit zu sein.