Welche Gefahren im Netz lauern eigentlich noch?

Es gibt Dinge, die Sie lieber unterlassen sollten, sobald Sie die virtuelle Welt betreten. Sie werden sich zwar denken, dass Sie für NSA und Co. eine zu unwichtige Persönlichkeit sind, doch für Datenraub zahlreicher Unternehmen genügt oft auch Ihre Wenigkeit.

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Webcam nicht abgedeckt? Foto: KatarzynaBialasiewicz/iStock/Thinkstock

Wir möchten Ihnen einige Online-Dont’s vorstellen, die auch nach Jahren heute noch thematisiert werden. Grundsätzlich aber gilt: Alles, was Sie im Internet preisgeben, wird dort ewig bleiben. Es ist wie ein Post-It, das Sie von Ihrer Stirn nicht mehr abziehen können – überlegen Sie sich also jede Eingabe zweimal.

Webcam abkleben

Ob Sie andere für paranoid erklären oder nicht – schaden kann’s nicht. Es ist zwar äußerst unwahrscheinlich, dass der kleine Mensch über die installierte Kamera ausspioniert wird, doch sicher ist sicher. Der Klebestreifen über der Webcam gehört bei vielen Bürgern seit Jahren schon zum selbstverständlichen Laptop- oder PC-Inventar und wird bis heute auch von „neuen“ Sicherheitsbewussten angewendet - so auch der Rat zahlreicher Internet-Experten. Sogar Facebook-Gründer Mark Zuckerberg geht lieber auf Nummer sicher und operiert lieber im Dunkeln.

Soziale Netzwerke und ihr Datenklau

Da wären wir schon beim nächsten Thema: Facebook, Google+, eBay und Co. Wenn Sie meinen, lediglich ein paar nette Fotos und Infos mit Ihren Freunden auf den unterschiedlichen sozialen Netzwerken zu teilen, haben Sie sich gewaltig getäuscht. (Zum großen Teil) sicher sind nur jene Nutzer, die Persönliches allein in der realen Welt teilen, alle anderen sind gefährdet, Opfer von kriminellem Datenklau zu werden. Fotos, persönliche Informationen und Kontakte werden entnommen, um einen zweiten Fake-Account anzulegen und so entweder indiskret Geld zu organisieren oder durch intime Geheimnisse Nutzer zu erpressen. Ganz wichtiger Tipp: Wenn Sie Online-Banking machen, sollten Sie alle anderen sozialen Portale schließen, denn auch so können Bankdaten gestohlen werden.

Spionage übers Handy

Dass Facebook die Kommunikations-Applikation „WhatsApp“ aufgekauft hat, ist nicht aus Langeweile passiert. Tatsächlich kann Facebook von diesem sozialen Medium extrem profitieren, denn sie hört Gespräche ab, auch wenn die App nicht geöffnet ist, sieht Fotos ein und sammelt Kontakte. Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung, die nach der großen gesellschaftlichen Empörung entwickelt wurde, verhindert es zwar, Inhalte zu entschlüsseln, doch viel wichtiger sind ohnehin die Meta-Daten, die generiert werden. Demnach sind Ihre Nachrichten relativ belanglos für Interessenten, Sender und Empfänger hingegen wesentlich. Wirklich schützen können Sie sich nur, wenn Sie die App deinstallieren.

Smart TV

Ein Smart TV ist schon etwas Tolles, oder? Ja, wenn Sie Ihre intimen Gespräche im Wohnzimmer gerne mit Dritten teilen. Samsung hat mit seinen Modellen für Empörung gesorgt, denn der Fernseher schneidet bei Nutzung der Spracherkennung jedes gesprochene Wort mit und liefert es an Drittanbieter wie Google oder TV-Sender. Wenn Sie nun über diesen Fernseher verfügen, sollten Sie lediglich die Sprachfunktion ausschalten. Wir befürchten jedoch, dass Samsung nicht der einzige Missetäter in dieser Hinsicht ist.