Gartenarbeiten über das ganze Jahr verteilt

Der heimische Garten ist für viele quasi Erholung vor der Haustür. Allerdings ist er nicht nur ein Ort der Entspannung, sondern macht auch einiges an Arbeit. Hier erfahren Sie, wie Sie die Gartenarbeit optimal über das Jahr verteilen.

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Foto: Maria Sbytova

Wie viel Arbeit ein Garten macht, hängt von der Größe, der Art der Nutzung sowie der Bepflanzung ab. Allerdings gibt es Gartenarbeiten, die quasi in jedem Garten anfallen und zu einer typischen Jahreszeit erledigt werden sollten. Mit einem Gartenkalender behält man den Überblick, welche Gartenarbeit wann anfällt – natürlich immer nur dann, wenn diese in Ihrem Garten auch notwendig ist...

Gartenarbeit im Frühling

Der Frühling ist für viele eine der schönsten Jahreszeiten. Und sie ist auch eine wichtige Jahreszeit, um den eigenen Garten auf die kommende Sommersaison vorzubereiten. Im Januar, auch wenn dies meteorologisch gesehen eigentlich noch Winter ist, ist in der Regel noch nicht so viel los. Es ist eher ein ruhiger Monat bzgl. des Wachstums von Pflanzen im Garten. Dies ist die richtige Zeit, um Bäume und Sträucher zu stutzen und wieder in Form zu bringen. Allerdings sollten Sie bei dieser Gartenarbeit darauf achten, dass kein Frost herrscht.

Im Februar zeigen sich dann die ersten blühenden Zwiebelpflanzen als Frühlingsboten, z.B. Schneeglöckchen. Dies ist auch die passende Zeit, um Ableger von Weiden und Forsythien zu ziehen. Den März nutzt man am besten für die Indoor-Aussaat. Drinnen im Haus oder in einem Gewächshaus lassen sich wunderbar Pflanzen wie Tomaten und Co. vorziehen, um diese dann später im Jahr in den Garten zu verpflanzen. Zudem ist dies der Monat, an dem Sie sich Ihrem Rasen erstmals widmen. Neben dem ersten Rasenmähen stehen auch das Düngen und Vertikutieren auf dem Programm. 

Im April können Sie dann Kräuter auspflanzen, um im Sommer für die richtige Würze beim Grillen und Co zu sorgen. Im Mai wird dann der neue Rasen gesät und die Tomaten können gepflanzt werden. Weitere Gartenarbeiten im Frühling sind:

  • Wühlmausfallen aufstellen (Januar)
  • Frühbeete bepflanzen (Februar)
  • Radieschen anbauen (Februar)
  • Gurken pflanzen (März)
  • Rosen schneiden (März)
  • Teichpumpe säubern (April)

Gartenarbeit im Sommer

Auch wenn Sie vielleicht lieber im Liegestuhl im Garten liegen und sich die Sonne auf den Bauch scheinen lassen würden, ist auch im Sommer einiges an Gartenarbeit notwendig, damit die Umgebung zum Relaxen einlädt.

Aufgrund des in der Regel vielen Sonnenscheins und dem geringen Niederschlag ist in dieser Jahreszeit vor allem das Bewässern wichtig. Dies gilt insbesondere für Rasenflächen, die schnell braun und damit unansehnlich werden. Daher sollten Sie hier mit einer regelmäßigen Bewässerung für ausreichend Nass sorgen. Dies kann entweder manuell oder auch automatisch erfolgen. Hierbei ist es ratsam, das Gießen in den Abendstunden zu tätigen, damit das Wasser nicht so schnell in der Mittagshitze verdunstet und auch wirklich dem Grün zugutekommt.

Aber nicht nur der Rasen, sondern auch den Beeten gilt es Aufmerksamkeit zu schenken – nicht nur beim Bewässern. Dort sollten Sie regelmäßig verblühte Blumen zurückschneiden bzw. entfernen, um der restlichen Pflanze mehr Kraft zu geben. Immer mal wieder sollten Sie einen Blick auf das Grün von blühenden Pflanzen wie dem Rhododendron werfen, die gerne von Schädlingen befallen werden. Ebenfalls eine klassische Aufgabe in den Sommermonaten ist das Ausgeizen der Tomaten im Gemüsebeet. Hierbei sollten Sie überflüssige Triebe entnehmen, um die einzelnen Pflanzen zu stärken und so den Grundstein für eine reiche Ernte zu legen. Ebenfalls typische Gartenarbeit im Sommer sind:

  • Balkonblumen pflanzen (Juni)
  • Kirschbaum schneiden (Juni)
  • Erdbeeren pflanzen (August)
  • Herbstblumen für den Garten pflanzen (August)
  • Pfingstrosen vermehren (August)
  • Blattläuse bekämpfen

Gartenarbeit im Herbst

Die Tage werden wieder kürzer, der Sommer ist vorbei – die Gartenarbeit aber noch lange nicht. Jetzt ist unter anderem die Zeit, um immergrüne Gewächse wie den Rhododendron oder Ilex umzupflanzen. Denn nun haben sie noch ausreichend Zeit, um vor dem ersten Frost wurzeln zu bilden und am neuen Standort anzuwachsen. Zudem ist es nun an der Zeit, Knollen und Zwiebeln einzusetzen. Beachten Sie hierbei die auf dem Etikett bzw. der Packung angegebenen Anforderungen an den Standort.

Auch dem Rasen sollten Sie sich im Herbst weiterhin widmen. Unter anderem ist das letzte Mal Rasenmähen für dieses Jahr eine der Aufgaben für den Herbst. Zudem sollten Sie darauf achten, dass keine Blätter von Bäumen und Sträuchern auf dem Rasen liegen bleiben. Denn sie begünstigen die Bildung von Moos. Auf den Beeten und unter Sträuchern können heruntergefallene Blätter hingegen liegenbleiben, da sie einen guten Schutz gegen Frost bilden. Weitere Gartenarbeit im Herbst ist unter anderem:

  • Himbeeren pflanzen (September)
  • Wintergemüse pflanzen (September)
  • Laub entfernen (Oktober)
  • Winterharte Pflanzen anbauen (Oktober)
  • Stauden pflanzen (Oktober)

Gartenarbeit im Winter

Der Winter ist natürlich der Monat, in dem am wenigsten Arbeit im Garten anfällt. Ganz untätig sollten Sie allerdings auch nicht sein. So sollten Sie rechtzeitig das Grün auf die kalte Jahreszeit und den Frost vorbereiten.

Bedecken Sie z.B. bei Rosen die Basis mit Erde. Netze und Reetmatten sind ein guter Schutz für empfindliche Pflanzen gegen die Kälte. Pflanzen, die nicht für das Überwintern draußen geeignet sind (z.B. tropische Pflanzen), sollten Sie nun in den Keller oder ein Gewächshaus bringen, um sie zu überwintern. Weitere Gartenarbeit im Winter:

  • Hochbeet befüllen (November)
  • Frühlingsblumen pflanzen (November)
  • Gewächshaus überprüfen (Dezember)
  • Mulchen (Dezember)
  • Obstbaumschnitt  (Dezember)

Natürlich sind dies nur einige Beispiele für anfallende Gartenarbeit. Welche Aufgaben in Ihrem Garten genau auf Sie warten, hängt, wie eingangs erwähnt, von der individuellen Nutzung ab.