Am Alpe-Adria-Radweg vom Nationalpark bis ans Meer

Ein unvergessliches Erlebnis ist der 410 Kilometer lange Alpe-Adria-Radweg. Von der Mozartstadt Salzburg ausgehend fährt man in einer Woche mitten durch den Nationalpark Hohe Tauern in den sonnigen Süden nach Kärnten und über die Grenzen Österreichs bis nach Italien.

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Abkühlung gefällig? Auf dem Weg zwischen Villach und Grado gibt es viele Möglichkeiten dazu Foto: Franz Gerdl

Die Strecke in Kärnten ist besonders attraktiv, da sie ab der Tauernschleuse in Mallnitz überwiegend abschüssig bis zum Meer nach Italien führt. Das Wechselspiel der Landschaft ist ebenfalls einzigartig: Mächtige Berge, sonnige Seentäler - und je weiter man in den Süden gelangt, desto sanfter und lieblicher wird die Landschaft, bis man schließlich die Füße in die Obere Adria strecken kann. Doch bis es soweit ist, führt die Route ab Tarvis auf die für viele Radfahrer schönste Radstrecke Europas – und zwar auf die aufgelassene Trasse der alten K+K-Bahn. Zurück Richtung Norden geht es gemütlich mit dem Zug, welcher fast den gesamten Alpe-Adria-Radweg begleitet und zweimal täglich ab Udine fährt.

Kultur & Kulinarik

Der Alpe-Adria-Radweg ist aber nicht nur ein gutes Beispiel für die gute Zusammenarbeit der drei Länder Salzburg, Kärnten und Friaul Julisch Venetien. Er gilt auch als praktisches Beispiel dafür, wie man von Kärnten aus Kultur und Kulinarik dreier Länder binnen nur weniger Tage kennenlernen kann. Heute die Kärntner Alpen-Adria-Küche in Villach genießen, am nächsten Tag italienische Köstlichkeiten in der Trattoria in Tarvis oder Udine probieren und am Abend bereits am gedeckten Tisch mit slowenischen Gaumenfreuden in Bled, Kranjska Gora oder Nova Gorica sitzen. Immer inklusive - die gelebte Gastfreundschaft und die Möglichkeit regionsabhängige Mentalitäten, Vorzüge und Besonderheiten zu entdecken.

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Land, Leute & Kulinarik genießen - entlang des Alpe-Adria-Radweges Foto: Franz Gerdl

Rückweg mit Bahn möglich

Über den Heimtransport von Grado zurück nach Kärnten oder Salzburg muss man sich keine großen Sorgen machen. Der Alpe Adria Radweg verläuft fast durchgehend entlang der Bahnlinie. So können bei Bedarf diverse Abschnitte jederzeit mit der Bahn zurück gelegt werden. Ein besonderes Service für alle Radfahrer bietet der „Micotra-Zug“, welcher die Städte Udine und Villach mit eigenem Radwagon verbindet und zwei Mal täglich verkehrt. Gutes Kartenmaterial für den Alpe-Adria-Radweg ist in diversen Tourismusinformationen vorhanden, weitere Details sowie Packages findet man unter www.alpe-adria-radweg.com sowie auf der eigenen Alpe-Adria-Radweg-App.

Egal, ob Sie als Genussradler, Mountainbiker oder mit dem Rennrad unterwegs sind - das Radland Kärnten bietet spannende Touren-Tipps.