Florian Ottacher: Der Holzbauer

Der Innungsmeister-Stellvertreter der Landesinnung Holzbau Vorarlberg hat die neue Ausbildung zum Zimmereitechniker intensiv mitangestoßen. Als Holzbau-Unternehmer beschäftigt er selbst zwei Absolventen dieser innovativen Ausbildung.

Holzbauer
Florian Ottacher, Innungsmeister-Stellvertreter der Landesinnung Holzbau Vorarlberg Foto: wortwerk.cc
Kopie von Holzbauer
Nach einer Lehre zum Zimmerer.... Foto: wortwerk.cc
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...und Zimmereitechniker gibt es... Foto: wortwerk.cc
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...zahlreiche Karrierechancen. Foto: wortwerk.cc

Was ist ein Zimmereitechniker?
Florian Ottacher:
Ein neues Berufsbild, das durch die einjährige Zusatzausbildung zur bestehenden Zimmererlehre konzipiert wurde. Die Holzbauinnung Vorarlberg hat hier eine Vorreiterrolle übernommen und den neuen Lehrberuf Zimmereitechniker maßgeblich mit ins Leben gerufen. Schwerpunkte eines freiwilligen vierten Lehrjahres sind vertiefende Lehrinhalte wie Werkplanung, CAD-Konstruktionen, Holzelementbau, Statik, Bauphysik etc. Meine Aufgabe war es u.a., die Gesellenprüfung für die Zimmereitechnik aufzugleisen, ich bin weiters  im WIFI-Prüfungsreferat.

Warum das vierte Lehrjahr?
Florian Ottacher:
Als Innung reagierten wir auf neue Anforderungen im modernen Holzbau. Bislang absolvierten Lehrlinge die dreijährige Ausbildung zum Zimmereigesellen und arbeiteten auf Baustellen oder in der Produktion. Den Schritt vom Gesellen zum Techniker stemmte der Ausbildungsbetrieb selbst. Nun können sich Zimmerer nach der klassischen Zimmererlehre für ein viertes Lehrjahr entscheiden und mit einer Projektarbeit abschließen. Danach werden sie in der Werkplanung, der Arbeitsvorbereitung und dem konstruktiven Aufbau eingesetzt und lösen den Anforderungen des Betriebes gemäß viele Details.

Was sollten Eltern und junge Menschen wissen?
Florian Ottacher:
Viele ahnen nicht, was im modernen Holzbau alles steckt und wie zeitgemäß die Ausbildung zum Zimmerer und Zimmereitechniker – für Burschen wie Mädchen – ist. Es gibt zahlreiche Karrierechancen nach der Lehre. Die Meisterprüfung oder der  Besuch der Bauhandwerkerschule, des Holzbaukollegs, einer FH, bis zum Universitätslehrgang „Überholz“. Computerunterstützte Planung, maschinelle Vorfertigung und leistungsstarke Hebekrane erleichtern den Berufsalltag. Kurzum, ein Holzberuf mit Köpfchen!

Zur Person: FLORIAN OTTACHER

  • Jahrgang 1977,
  • verheiratet, 2 Kinder, Dornbirn
  • IM-Stv. Holzbauinnung,
  • Geschäftsführer und 50 % Gesellschafter der Fussenegger Holzbau GmbH
  • Hobbies: Wandern, Berg, Ski, Motorradfahren, Trialfahren

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