Wie wir als Eltern seltener Nein-Sagen

Nein, nein, nein! Haben Sie auch das Gefühl, dass Ihre Kinder gegen dieses Wort oft resistent geworden ist? Haben Sie auch schon festgestellt, dass Sie erst zehnmal “nein” sagen müssen, bevor Ihr Kind überhaupt reagiert? Wir haben Alternativen zum Nein-Sagen!

Kind
Foto: Colourbox

Positiv formulieren!

Die meisten Kinder reagieren weniger trotzig, wenn man Ihnen keine Verbote setzt, sondern neue Möglichkeiten anbietet. Besonders angenehm für Kinder ist es, wenn aus einem Verbot eine Änderungsmöglichkeit wird. Statt "Nein! Ein Bild auf der Wand kommt sicher nicht in Frage!"  wird einfach ein "Hier ist ganz viel Papier für dich zum Malen". So kann das Kind zwar seine Idee weiter verfolgen und lediglich die Art und Weise ändern.

Ablenken!

Haben die Kids erstmal was entdeckt, mit dem man Unsinn anstellen kann, ist es natürlich schwer, diese Neugier einzudämmen. Was man tun kann: ablenken! Interessante Dinge anbieten (viele ködern das Kind mit Gummibärli oder Kekserl...) oder den Junior in ein interessantes Gespräch verwickeln. So werden manche Gefahrenquellen oder zerbrechliche Gegenstände vergessen. 

Fragen!

Kinder wollen mitreden und mitentscheiden. Sie entscheiden, dass das Kind eine Hose tragen muss. Das Kind hat die Wahl zwischen Jeans oder Stoffhose. Vorsicht: Die Auswahl muss besonders bei den kleinen Kindern begrenzt sein, da sie sonst sehr schnell überfordert sind. Zwei Becher zur Wahl, zwei Kleidungsstücke oder zwei Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung reichen völlig aus um sich respektiert zu fühlen. Andernfalls kann die Auswahl zu einem für Eltern schier unendlichen Prozess werden.

Vermeiden!

Viele Szenen, bei denen Sie mit einem „Nein“ unterbrechen müssen, lassen sich ganz einfach vermeiden. Wenn das eigene zu Hause kindersicher gestaltet ist gibt es schon weniger Anlass Nein zu sagen. Vor die Steckdose besser einen Mistkübel stellen oder die giftige Pflanze außer Kinder-Reichweite stellen kann die Nerven schonen. Allen Situationen (wie der Supermarkt-Kasse) kann man natürlich nicht aus dem Weg gehen. Dann gilt es: Ruhe zu bewahren und konsequent zu bleiben, damit ein Kind lernt, dass ein NEIN nun mal auch manchmal an der Tagesordnung sein muss.

Lachen!

Das Kind von morgens bis abends permanent zurechtzuweisen ist für alle Beteiligten unlustig. Wenn es in eine Pfütze springt und sie eh schon am Heimweg sind, dann lachen Sie doch einfach! Und was ist so schlimm daran, wenn es mal sein Lieblingsshirt zum Schlafen anziehen möchte? Da lachen Sie doch drüber, oder?