Die Uhr tickt: Workshops gegen Einkommensschere

Mit neuen Maßnahmen will das Land Kärnten Frauen auf ihrem Weg in die finanzielle Unabhängigkeit unter die Arme greifen. Denn: Ab Montag (21. Oktober 2019) arbeiten die Frauen kostenlos bis zum Jahresende.

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Es wird Zeit, die Einkommensschere zu schließen. Neue Maßnahmen des Landes Kärnten sollen dabei helfen Foto: dvoevnore/iStock/Getty Images

Der Equal Pay Day fällt auch in diesem Jahr wieder auf den 21. Oktober. Kommenden Montag werden vollzeitbeschäftigte Männer in Kärnten als auch österreichweit im Schnitt jenes Einkommen erhalten haben, für das vollzeitbeschäftigte Frauen noch bis Jahresende arbeiten. Damit hat sich Österreich im Vergleich zum Vorjahr um einen Tag verbessert, Kärnten stagniert. "Die Lohnschere verkleinert sich nur schleppend, der Gender Pay Gap liegt immer noch bei 19,6 Prozent. Es ist also enorm wichtig, beim Thema Einkommensgerechtigkeit am Ball zu bleiben. Mit dem Referat für Frauen und Gleichbehandlung versuchen wir mit gezielten Maßnahmen Verbesserungen zu erreichen und Benachteiligungen für Frauen im Einkommensbereich zu reduzieren", gibt Frauenreferentin Landesrätin Sara Schaar bekannt.

"Frauensache"

Neben Berufswahl, Branche oder Alter wirken sich Erwerbsunterbrechungen und Teilzeitarbeit auf die Einkommenssituation von Frauen aus. Strukturelle Forderungen wie die Schaffung ausreichender Kinderbetreuungsangebote und vollständige Lohntransparenz haben weiterhin oberste Priorität, ebenso wie die Sensibilisierung hin zur gerechten Verteilung von bezahlter und unbezahlter Arbeit: "Unbezahlte Arbeit wie Haushalt, Kinderbetreuung und Pflege von Angehörigen wird immer noch hauptsächlich von Frauen geleistet, wofür sie lange Erwerbsunterbrechungen oder Teilzeitarbeit in Kauf nehmen", betont Landesfrauenbeauftragte Martina Gabriel.

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Die Lohnschere schließt sich zwar, aber sehr langsam: Der Gender Pay Gap liegt immer noch bei 19,6 Prozent Foto: Fokusiert/iStock/Getty Images

Kostenlose Workshops

Um Frauen verstärkt die Konsequenzen ihrer Entscheidungen, wie finanzielle Abhängigkeiten und drohende Armut aufzuzeigen, hat das Referat für Frauen und Gleichbehandlung ein neues Kursangebot ins Leben gerufen. "Am 31. Oktober starten wir mit ‚Finanzen-Leben-Zukunft. Finanziell unabhängig und selbstbestimmt‘ ein kostenloses Angebot für Frauen. Der Workshop wird mit Unterstützung der Kärntner Frauenberatungsstellen in allen Kärntner Bezirken abgehalten und widmet sich Fragen wie zum Beispiel: ‚Was bedeutet Vollzeit, Teilzeit, Geringfügigkeit für mich und meine Pension? Wie kann finanzielle Unabhängigkeit auf persönlicher Ebene gelingen? Was ist wichtig, um Risikosituationen im Leben abzufedern?‘ Und noch einiges mehr", berichten Schaar und Gabriel. In Zusammenarbeit mit den Kärntner Volkshochschulen und den Frauenberatungsstellen gibt es darüber hinaus noch das vom Frauenreferat geförderte Angebot "Von Frauen für Frauen". Das Ziel der Fortbildungen, die ebenso kostenlos besucht werden können, ist die Stärkung des Selbstbewusstseins und der Selbstbestimmtheit. "In den Kursen geht es um Themen wie Befreiung aus Abhängigkeiten, Entscheidungs- und Veränderungsprozesse", so Gabriel.

Infos

Alle Termine und Infos zu den Finanzbasics-Workshops "Finanzen-Leben-Zukunft. Finanziell unabhängig und selbstbestimmt" findet man auf der Homepage des Frauenreferates: www.frauen.ktn.gv.at. Achtung: Die Zahl der Teilnehmerinnen ist begrenzt.

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