Mit guter Laune durch die Corona-Krise

Nahezu menschenleere Straßen, verwaiste Cafés und Restaurants, geschlossene Schulen und Homeoffice – der aktuelle Corona-Ausnahmezustand gibt sich wirklich Mühe, unsere Stimmung in den Keller rasseln zu lassen. Damit sie von diesem dunklen Ort schnellstmöglich wieder verschwinden kann bzw. gar nicht erst dort ankommt, präsentieren wir Ihnen eine Reihe von beschwingten Motivationstipps der Klagenfurter Persönlichkeitstrainerin Edith Reitzl.

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Edith Reitzl ist als Trainerin und Vortragende zu den Themenbereichen „New Work“ sowie „Neues Mindset in Betrieben“ tätig und Leiterin eine Modelschule Foto: Simone Attisani

„Es gibt kaum Pessimisten – wenn du aufstehst und dich wäschst gehörst du schon zu den Optimisten“, merkt die Expertin augenzwinkernd an, wenn es um das wichtige Thema der Wahl des richtigen Outfits sowie der passenden Optik für die eigenen vier Wände geht. Denn auch wenn zu Hause in der Regel kein Sichtkontakt mit Vorgesetzten, Kollegen oder Kunden besteht, sollte man auf sein Äußeres achten. Kleidung, die sich gemütlich anfühlt und trotzdem schick anzusehen ist erfreut nämlich sowohl unser Auge als auch das Unterbewusstsein. Frauen können zwar auf die komplette Palette an Make-up verzichten, werden sich jedoch mit einer getönten Tagescreme und ein wenig Lipgloss gleich deutlich besser fühlen.

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Lachen ist die beste Medizin – selbst während einer Pandemie Foto: Colourbox.de

Haltung bewahren

Wer sich schlurfend durch seine eigenen vier Wände schleppt, darf sich über eine aufkeimende Antriebslosigkeit ebenfalls nicht wundern – auch unser Gang beeinflusst unsere Befindlichkeit. Daher gilt es den Körper gut durchzustrecken, die Schultern nach hinten und die Brust nach vorne zu schieben sowie den Kopf anzuheben, um augenblicklich dynamischer durch den Tag zu marschieren. Dabei darf selbstverständlich nicht auf das Lächeln vergessen werden. Man sollte generell viel häufiger nach dem Motto LMAA (Lächle mehr als andere in deiner Familie) unterwegs sein.

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Verzichten Sie gerade jetzt bewusst nicht auf das familiäre Mittagessen mit dem wie üblich stilvollen Ambiente Foto: Colourbox.de

Kultiviert bleiben

Die momentane Situation sollte zudem nicht als Ausrede dafür missbraucht werden, auf seine Manieren und kulturellen Gepflogenheiten zu vergessen. Erinnern Sie sich gelegentlich mit einem Post-it an der Kühlschranktür, etwa neben dem Händewaschen, an prinzipiell selbstverständliche Regeln wie den Gebrauch von Bitte und Danke sowie einen respektvollen Umgang miteinander. Darüber hinaus ist es nicht ratsam, die Wohnzimmercouch samt Fernseher zum Esszimmer umzufunktionieren. Ein gepflegt gedeckter Küchentisch, mit einem weißen Tischtuch und beispielsweise einem herrlich duftenden Kuchen darauf, sorgt augenblicklich für ein enormes Stimmungshoch. Den idealen Soundtrack gegen die Krisenstimmung liefern übrigens Bands, die in ihren Liedern pure Lebensfreude versprühen, wie etwa ABBA mit Waterloo. Dazu darf auch gerne enthusiastisch durch die ganze Wohnung getanzt werden.

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In Krisenzeiten schlägt immer auch die Stunde der Denker Foto: Colourbox.de

Zeit zu Grübeln

Die neu gewonnene Entschleunigung bietet sich außerdem wunderbar dazu an, sich philosophischen Gedanken hinzugeben und sich dabei ein paar selbstreflexive Fragen zu stellen. Dadurch erhalten wir die Möglichkeit, uns darüber im Klaren zu werden, was gerade besonders gut in unserem Leben läuft, welche Menschen uns etwas bedeuten oder mögen, was uns glücklich macht und wofür wir dankbar sind oder was wir noch alles Schönes erleben möchten.

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In Ausnahmesituationen ist es besonders wichtig, optimistisch zu bleiben und sich nicht von seinen Ängsten lähmen zu lassen Foto: Colourbox.de

Wider die Angst

Angst ist ein schlechter Ratgeber! Diese alte Weisheit trifft aktuell mehr denn je zu. Edith Reitzl hält uns daher dazu an, uns in Vertrauen zu üben. Zwar müssen wir uns auch mit unseren Sorgen ernsthaft auseinandersetzen, dürfen uns jedoch nicht auf selbige fokussieren und von ihnen beherrschen lassen. Bei genauerer Betrachtung offenbart zudem auch beinahe jede noch so scheinbar ausweglose Situation einen Hoffnungsschimmer, weshalb wir jedem negativen Gedanken bewusst einen positiven folgen lassen sollten.