Distanz zum Chef ist wesentlich für beruflichen Erfolg!

Sie wollen in der Firma herausstechen und einen besonders guten Eindruck beim Vorgesetzten machen? Dann setzen Sie sich im nächsten Meeting lieber nicht mehr neben ihn – vor allem, wenn der Chef nicht besonders umgänglich ist.

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Mitarbeiter identifiziert sich mit Chef Foto: miszaqq/iStock/Thinkstock

Mitarbeiter, die ihren Chefs physisch sehr nahe sind, müssen mit negativen Konsequenzen bezüglich ihrer Arbeitsqualität rechnen. Jene, die jedoch körperliche Distanz zu ihren Vorgesetzten wahren, werden hingegen als bessere Arbeitnehmer wahrgenommen. Forscher der Rotterdam School of Management in den Niederlanden haben herausgefunden, dass Mitarbeiter, die sich in unmittelbarer Nähe des Bosses aufhalten, unfairer und ethisch fraglicher behandelt werden als andere.

Sündenbock gesucht?

Doch warum dieser Zusammenhang? Studienleiter Gijs van Houwelingen erklärt: „Wenn jemand vor ihrer Nase einen Hund schlägt, wird Sie das sehr wütend machen. Wenn Sie aber von jemanden hören, dass er irgendwo einen Hund schlägt, dann fühlen Sie wahrscheinlich nicht genau dasselbe“, so der Professor gegenüber Co.Design. In gewissen Situationen ist eine emotionale Distanz also förderlich, um beispielsweise nicht der Sündenbock für mögliche Fehler zu sein.

Bedürfnis nach sozialer Zugehörigkeit

Mitarbeiter, die dem Chef physisch nahe sind oder sich mit ihm identifizieren, weisen zudem auch ein ähnliches Verhalten wie der Vorgesetzte auf. Besonders Menschen, die ein höheres Bedürfnis haben, einer sozialen Gruppe anzugehören, sind ihren Chefs näher. 

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