Die Muttersprache … am Muttertag

Jede Mutter ist anders – und doch sind sie alle ein klein bisschen gleich. Vor allem dann, wenn es um die typischen Mama-Sätze geht: die Muttersprache eben.

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Foto: Choreograph/iStock/Thinkstock

Liebe Mamas, gleich vorweg, wir lieben euch sehr. Oder wie wir es damals im Kindergarten tagelang auswendig gelernt haben: „Mama du bist die Beste, deshalb schenk ich dir Blumen zu deinem Feste.“ Zum Muttertag soll’s heuer aber nicht nur kleine Geschenke und viel Liebe geben, sondern auch ein kleines Augenzwinkern. Denn ab und an, meint ihr Mamas es dann doch etwas zu gut mit uns. Ihr habt eure eigene Muttersprache erfunden, die unverwechselbar ist. Stimmt nicht? Na dann passt mal auf:

Wie heißt das Zauberwort?

Wie oft haben wir uns sich auf die Zunge gebissen, um darauf nicht mit „Simsalabim“ zu antworten. Was soll diese Frage auch? Nur weil wir kurz einmal auf das Wort „Bitte“ vergessen haben …

Dann weht aber ein anderer Wind.

Das ist meistens die nächste Stufe des Gesprächs. Was jetzt noch wie eine sanfte Brise daherkommt, könnte – sieht man in die bösen Augen der Mutter – doch recht bald in einen Sturm übergehen.

Man kann nicht alles haben.

Tja, so ist das. Irgendwann geht der Satz dann über in „Das Leben ist kein Ponyhof“. Aber, liebe Mütter, wir wollen ja auch nicht alles haben. Wir wollen nur jetzt dieses Barbie-Schloss. Nicht mehr und nicht weniger. Von allem war nie die Rede.

Wird Zeit, dass die Schule wieder anfängt.

Wie bitte kommt man auf so was? Es ist nie Zeit für die Schule. Vor allem, wenn man sich nach neun Wochen Ferien erst so richtig an die Freizeit gewöhnt hat. Und auch die restlichen Manieren aus der Schule vergessen hat …

Ich zähl bis drei!

Oha, da ist es dann meistens höchste Eisenbahn. Wenn der Spruch erst einmal kommt, dann sollte Kind besonders schnell überlegen …

Wenn der Andreas aus dem Fenster springt, machst du das dann auch?

Eines der allerbesten Argumente ist natürlich immer: Der Andreas, der hat das aber auch gemacht. Wieso müsst ihr dann immer gleich mit dem Fenster daherkommen?

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Foto: Melpomenem/iStock/Thinkstock

Aber nicht nur diese Sätze sind typisch für euch. Auch mit Weisheiten geizt ihr nicht, liebe Mamis:

Schiel nicht, sonst bleiben dir die Augen stecken.

Ja, das Körpergefühl entwickelt sich erst, also konnte man uns viel erzählen. Aber mittlerweile wissen wir: Dieser Satz ist medizinisch gesehen völliger Humbug. Uns wird genauso wenig passieren, wie dann, wenn wir einen Kaugummi schlucken. Auch der wird nicht im Magen kleben bleiben.

Du kriegst vom Fernseh’n noch viereckige Augen.

Wieder einmal geht’s um unsere Augen. Und wieder einmal wissen wir es jetzt besser: Wir blinseln vielleicht ein bisschen weniger, deshalb wird die Hornhaut weniger befeuchtet. Aber von viereckig sind wir weit entfernt …

Ein Indianer kennt keinen Schmerz.

In Zeiten, als Cowboys und Indianer noch mehr Bedeutung als Actionfilm-Figuren für Kinder hatten, war dieser Spruch so etwas wie ein Ehrenkodex. Aber Karl May hätte sicher nicht gewollt, dass seine Indianer völlig schmerzfrei wären, oder?

Iss dein Essen auf, sonst gibt’s morgen schlechtes Wetter.

Tja und komischerweise gibt’s vor solchen Schlechtwettertagen immer Gemüse und nie Pommes oder Pizza. Schon seltsam …

 

Na? Erwischt? Vielleicht konnten wir euch zumindest ein kleines bisschen zum Schmunzeln bringen. Niemals würden wir euch solche Worte übel nehmen. Oder, um es wieder in einem Reim aus unserer unendlichen Kindergarten-Sammlung zu sagen: Müsst ich eine Mama wählen, meine Wahl fiel nur auf dich.
Denn du bist die beste Mami, die es geben kann für mich.