Die Grazer EM wandert aus

Eiskunstlauf-EM soll jetzt in der Schwarzl-Halle und nicht in Liebenau über die Bühne gehen.

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Foto: Weekend
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Die Eiskunstlauf-EM wird nun wohl doch nicht in der Grazer Eishalle über die Bühne gehen, Foto: GEPA Pictures

Nein, so richtig mit Ruhm hat sich in dieser Sache keiner der Beteiligten bekleckert: Eigentlich würde Graz Anfang 2020 mit der Eiskunstlauf-EM ein sportliche Großveranstaltung beherbergen. 15 TV-Stationen hätten die Landeshauptstadt dabei ins beste Licht gerückt. Sie bemerken den Konjunktiv. Aktuell sieht es nämlich so aus, als ob die Bewerbe eben nicht in der Murmetropole über die Bühne gehen. Dabei war ja alles so gut geplant: Die Eishalle wurde erst für 25 Millionen Euro generalsaniert – im zweiten Bauabschnitt sollte im Vorjahr die alte Freieisfläche abgerissen und für 13,5 Millionen Euro eine moderne Trainingshalle errichtet werden. Das mit dem Abriss hat perfekt funktioniert – wenn auch die verantwortlichen Herrschaften des MCG (Messe Congress Graz) vielleicht etwas voreilig waren, eine gültige Baugenehmigung soll für derartige Vorhaben ja nicht unwesentlich sein. Aber genau die verhindert bislang eine Anrainerin mit ihrem Einspruch. Also im Klartext: Eine Person schickt in Graz ein Millionenprojekt in die Warteschleife und sorgt nebenbei dafür, dass sportbegeisterte Kinder und Jugendliche keine oder zumindest keine ausreichende Möglichkeiten vorfinden, ihren Sport auszuüben – und bringt dazu auch noch eingangs erwähnte Großveranstaltung ins Wanken, eine Trainingshalle ist nämlich vom internationalen Verband vorgeschrieben.
Nun haben sich aber auch die Grazer Eishackler sensationell für die Champions Hockey League qualifiziert – und ein Semifinale im Exil wäre wohl auch nicht nach dem Geschmack der Stadtobersten. Conclusio: Trainiert wird  bei der Grazer Eiskunstlauf-EM nun in Pachern – und die Bewerbe sollen dann in der Schwarzl-Halle in Premstätten steigen.

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