Häusliche Isolation: Gefahr für Frauen

In China haben sich während des letzten Monats der häuslichen Isolation drei Mal mehr Frauen bei den zuständigen Hilfestellen gemeldet, die Opfer häuslicher Gewalt (durch Ehemänner oder Väter) geworden sind als vor der Coronakrise. Ähnliche Auswirkungen befürchten Experten auch hierzulande.

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Die Ausgangsbeschränkungen führen zu mehr häuslicher Gewalt in Kärnten Foto: Colourbox.de

Schon vor der Coronakrise war das Zuhause für jede fünfte Kärntnerin kein sicherer Ort. Mit den Ausgangsbeschränkungen nehmen vor allem die körperlichen Übergriffe hinter verschlossenen Türen zu. Seit einigen Tagen verzeichnet die österreichische Frauenhelpline laut Landesfrauenbeauftragter Martina Gabriel einen massiven Anstieg an Anfragen. Ein Ausbau der Kapazitäten ist daher in Gang. 

Hilfe

Selbst in Mitten unserer modernen, aufgeklärten und fortschrittlichen Gesellschaft müssen zahlreiche Frauen unfassbares Leid, meist still, ertragen. Von ständigen Kränkungen, Minderung des Selbstwertgefühls über finanzielle Abhängigkeiten bis hin zu Vergewaltigung, Handgreiflichkeiten und sogar Mord. Somit ist es wichtiger denn je, gerade jetzt in dieser Ausnahmesituation, betroffene Frauen (und auch Männer) über Anlaufstellen zu informieren. Die Frauenhelpline ist unter der Nummer 0800/222 555 rund um die Uhr erreichbar. Auch das Online-Beratungsangebot unter www.haltdergewalt.at wurde erweitert. Hier finden Sie den Gewaltschutzfolder und andere wichtige Informatonsmaterialien (in mehreren Sprachen) des Landes Kärnten mit den wichtigsten Telefonnummern. 

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