Entschieden: "Literatur:im:süden" vergeben

Als "eine Klasse für sich" bezeichnet "Literatur:im:süden"-Initiator Gerald Eschenauer die beiden Autoren Ursula Wiegele und Günter Eichberger, die auserwählt wurden, im Juli und im August im BUCH13-Atelier zu arbeiten. Das Stipendium wird heuer erstmals in Kooperation des Buchvereins BUCH13 und der Stadt Villach vergeben.

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Schwarz auf weiß: "Literatur:im:süden" geht an zwei Schriftsteller aus der Steiermark Foto: Sasiistock/iStock/Getty Images

Auf Initiative von BUCH13 vergibt die Stadt Villach heuer erstmals zwei Literaturstipendien "Literatur:im:süden". Und die Entscheidung der dreiköpfigen Jury rund um Universitätsprofessor Arno Rußegger, Ernst Willner-Preisträger Ludwig Roman Fleischer und Schriftsteller Gerald Eschenauer ist gefallen. Die beiden Stipendiaten Günter Eichberger und Ursula Wiegele kommen 2019 aus der Steiermark.

Ausgezeichnet

Günter Eichberger wurde 1959 im steirischen Oberzeiring geboren, studierte Germanistik und Anglistik und lebt sei 1987 als freier Schriftsteller in Graz. Der Literat ist den Kärntnerinnen und Kärntnern durch seine Gastkommentare in der Kleinen Zeitung bekannt. Der Steirer erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter 1987 den Literaturförderungspreis der Stadt Graz, 1990 den Theodor-Körner-Preis, 1999/2000 das österreichische Staatsstipendium des damaligen Bundesministerium für Unterricht und Kunst.

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Im Juli bezieht Günter Eichberger für einen Monat das BUCH13-Atelier in der Gerbergasse in Villach Foto: Claudia Klučarić

Villach-Bezug

Ursula Wiegele, 1963 in Klagenfurt geboren, hat ihre Kindheit in Villach verbracht, lebt seit 1993 in Graz und schreibt aktuell an einem Roman, der im Alpen-Adria-Raum spielt. Wiegele hat spät mit dem Schreiben begonnen, ihr Romandebüt gab sie 2011 mit „Cello, stromabwärts“, erschienen im Drava Verlag. Ihr jüngster Roman heißt „Was Augen hat und Ohren“, erschienen 2019 im Otto Müller Verlag. Die in Graz lebende Autorin erhielt zahlreiche Stipendien und Literaturpreise, darunter den Frau-Ava-Literaturpreis.

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Im August wird Ursula Wiegele das BUCH13-Atelier nutzen Foto: Jesaja

Würdige Preisträger

Initiator der zwei Schriftsteller-Stipendien ist der in Villach lebende Autor Gerald Eschenauer. Ere zeigte sich über die diesjährige Beteiligung mehr als erfreut. „Wir hatten aus nahezu allen neun Bundesländern Bewerbungen, die Qualität der Einreichungen war sehr hoch. Doch Wiegele und Eichberger waren eine Klasse für sich. Mit Günter Eichberger dürfen wir im Juli einen äußerst erfahrenen, über viele Jahre beständigen Autor in der Draustadt begrüßen. Ursula Wiegele war nach unserem Telefonat völlig überrascht! Für sie ist diese Auszeichnung ein Glücksfall. Einerseits hat sie ihre Kindheit in Villach verbracht, andererseits schreibt sie gerade an einem Roman mit Villach-Bezug. Die beiden sind zweifelsohne würdige Preisträger“, fasst Eschenauer zusammen.

Fortsetzung folgt...

Die Stadt Villach mit Kulturreferent Bürgermeister Günther Albel fördert "Literatur:im:süden" mit Preisgeldern von jeweils 1.500 Euro. Am 19. September 2019 präsentieren sich die Ausgezeichneten bei "Literatur um 8" und stellen sich im Dinzlschloss Villach der breiten Öffentlichkeit vor. Erfreulich für die Kultur: Literarische Luft darf auch nächstes Jahr geatmet werden, denn "Literatur:im:süden" findet 2020 eine Fortsetzung …

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