Bike-Boom: Abgefahren!

Vom aufregenden Trail bis zur Genussrunde: Radbegeisterten geht in Kärnten das
Herz auf. Neuigkeiten und Trends zwischen Mölltaler Gletscher und Petzen.

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Und Action! Rund 730 Kilometer markierte Rad- und Mountainbike-Wege warten alleine in der Region Nassfeld-Pressegger See Foto: nassfeld.at

Kärntner Natur aktiv erleben: Dass sich immer mehr Einheimische und Gäste aufs Bike schwingen und Kärnten auf zwei Rädern erkunden, ist kein Geheimnis. Es wundert uns also nicht, dass der reine Badeurlaub in Kärnten hinterm Wandern und Radfahren nur mehr auf Platz 3 liegt. Vor allem die eindrucksvollen Berg-See-Umgebungen und die abwechslungsreichen Bike-Angebote zeichnen das Radler-Paradies Kärnten aus.

Radland Kärnten

„Kärnten ist, was das Thema Radfahren betrifft, auf der Überholspur“, bestätigt Peter „Paco“ Wrolich, Radbeauftragter der Kärnten Werbung. Sowohl im Mountainbike- als auch im Genussradbereich sei Kärnten am Puls der Zeit. Die neuen Trails am Faaker See, Nassfeld, Weissensee, Bad Kleinkirchheim oder auf der Koralpe kämen super an. Sogar die Enduro World Series war zu Gast in Kärnten (Petzen). „Ein fantastisches Produkt am Rennradsektor ist uns mit der Fuga300 gelungen, eine Ausfahrt an einem Tag vom Glockner zum Meer nach Grado. Kein Rennen, keine Startnummern, keine Zeitnehmung. Reiner Genuss auf zwei Rädern! Für 2019 war das auf 150 Teilnehmer limitierte Event in vier Stunden ausverkauft“, so Wrolich.

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​Von 18.-23. Mai 2019 geht dieses Etappenrennen über die Bühne. Rund 400 Kilometer und 8.000 Höhenmeter sind zu bewältigen. Die Anmeldung startet am 1. September 2018. www.tourdekaernten.at Foto: Klaus Pribernig

Motorisiert

Im Mai 2018 startete der erste landesweite Radverleih. An mehr als 50 Standorten kann man 1.000 Räder mieten. 800 davon sind Elektrofahrräder, diese sind bei den Kunden besonders beliebt: „Der Verleih ‚Kärnten rent e-bike’ kommt viel besser an als gedacht. Am besten laufen derzeit die Stationen im Zentralraum zwischen Villach und Klagenfurt“, so Wrolich. Auch am Millstätter See sei das Interesse an E-Bikes groß: Bei der dreitägigen Veranstaltung „E-Motions“ drehte sich im Mai alles um Elektrofahrräder. Mehr als 8.000 Besucher informierten sich über E-Bikes und Zubehör. Nach dieser erfolgreichen Premiere soll das Event 2019 wieder stattfinden.

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Heu​te greifen auch immer mehr Mountainbiker zur Elektrovariante, um knackige Anstiege und anspruchsvolle Free-Ride-Routen zu meistern Foto: www.baerenbikes.at

Stark & rasant

Das Opa-Image haben E-Bikes längst abgelegt. 29 Prozent aller Neuräder im Land hatten im Jahr 2017 einen Elektroantrieb. Heute greifen auch immer mehr Mountainbiker zur Elektrovariante, um knackige Anstiege und anspruchsvolle Free-Ride-Routen zu meistern. Diesem Trend hat sich auch das Team von BärenBikes im Rosental verpflichtet. Für Einsteiger und für Abenteurer bieten Ex-Radprofi Hannes Hempel und seine Mitarbeiter drei E-Bike-Modelle an. In der hauseigenen Werkstätte in St. Peter wird jedes Bike per Hand montiert (Bild)

Biken am & im Berg

Auch die heimischen Seilbahnbetreiber legen sich für die Biker mächtig ins Zeug. Um ihren Gästen bestmögliche Bedingungen zu bieten, bauen sie ihr Angebot laufend aus. Die neue „Mölli-Bikestrecke“ führt zum Beispiel von der Bergstation der Eisseebahn auf 2.800 Meter Höhe - auf einer Länge von stolzen 18 Kilometern - bis zur Talstation der Stollenbahn. Von der Seilbahn-Bergstation am Dreiländereck geht es talwärts nach Italien und Slowenien, dann wieder retour zur Talstation des Dreiländerecks. Kärntens Flow-Trail-Pionier, die Petzen, hat übrigens den Naturtrail „Thriller“ auf zehn Kilometer erweitert. In Slowenien, 15 Autominuten von der Talstation Petzen entfernt, können Biker mit Grubenlampe und Helm in ein aufgelassenes Blei- und Zinkbergwerk einfahren.

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​Kärntner Seilbahnen werden auch im Sommer von Mountainbikern und Bergfexen fleißig genutzt Foto: nassfeld.at/tinefoto

Genussradeln

Radfahrer, die lieber im Tal und an der Sonne ihren Drahtesel satteln, sind am Alpe-Adria Radweg (410 km) und am Drauradweg (366 km) bestens aufgehoben. Für E-Biker bietet die Tourismusregion Mittelkärnten 13 ganz spezielle Routen: „Jede Strecke ist beschildert und einem ganz individuellen Thema zugeordnet - von der Genusstour über die Wassertour bis zur Tibettour“, erklärt Touristikerin Eva Pirolt. Die Runden selbst sowie Ausflugsziele, Gastronomie- und Beherbergungsbetriebe werden den Radfahrern in Brochüren, online und unter anderem per App vermittelt.

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