Aus Dankbarkeit Gutes tun

Sein eigenes Schicksal hat Harald Lederer dazu bewogen, anderen Menschen, die Hilfe benötigen, mit dem Verein „Soccerteam“ zu unterstützen.

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Das Soccerteam stieg für den kleinen Jungen in den Ring, um eine Delfintherapie zu finanzieren. Foto: Manuel Hauer

Aus Harald Lederers persönlicher Lebensgeschichte ist ein Verein entstanden, der eine Vielzahl von sozialen Projekten auf die Beine stellt. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn die taffe Truppe organisiert neben zahlreichen Veranstaltungen auch Charity-Fußballspiele, um Menschen in Tirol, die in eine Notsituation geraten sind, helfend unter die Arme zu greifen: „Eine Erkrankung im Jahr 2004 hat in mir einen Wandel ausgelöst. Ich wollte für mich eine gute Sache einsetzen und habe mit der Gründung des Vereins erkannt, wie gut mir das selber tut“, so Harald Leder, Obmann des Soccerteams. Er erinnert sich, dass die Anfänge sehr hart gewesen seien, wenn man noch keinen Namen hat, doch diese Leidenschaft für die Sache und die Art der Kommunikation nach außen, habe die Idee hinausgetragen und ein gutes Netzwerk sei entstanden. Das erste Turnier hat in Hall stattgefunden und ist behinderten Menschen zugute gekommen. Inzwischen besteht der Vorstand aus drei Männern und Harald Lederer wird in dieser Funktion von Roman Ferdik und Thomas Falger tatkräftig unterstützt. Mittlerweile hat der Verein 200 zahlende Mitglieder und 50 Partner: „Ich bin quasi das Mädchen vor alles, von der Mitgliederanbahnung über die Mitliederbetreuung bis zum Sponsoring“, erzählt Harald Lederer.

Mammut-Marsch

Um das Ganze am Laufen zu erhalten, ist den Männern kein Weg zu weit. So marschierten Harald und Thomas in diesem Jahr von Innsbruck zu Fuß nach Rosenheim: „Ob einer mal erschöpft war oder wir die richtige Kreuzung verpasst haben und einen Umweg machen mussten oder wir fast ins Ziel gekrochen sind, aber wir haben durchgehalten, um helfen zu können“, so Harald Lederer. Und da geht es auch Mal Schlag auf Schlag. So steigt er auch schon mal in den Ring um bei einem Charity-Boxkampf das Geld für eine Delfintherapie für einen kleinen Jungen zu finanzieren. Viele tragische Geschichten finden dank dem Soccerteam einen guten Ausgang. Harald Lederer erinnert sich an eine Frau mit zwei kleinen Kindern, die kurz vor der Delogierung gestanden ist. Am 23. Dezember hat sie um Hilfe gebeten: „Die Kinder hatten kein Spielzeug, es war keine Einrichtung in der Wohnung, Die Familie hat auf Matratzen geschlafen und mit sieben Euro die Woche irgendwie überlebt. Wir haben bewirkt, dass die Delogierung aufgehoben wurde und am Heiligabend viele Geschenke vor die Wohnungstür gelegt, während die Frau mit den Kindern in der Kirche war. Ihre Freude war unbeschreiblich.“

Tragische Schicksale

Bei einem anderen Fall haben wir einer Mutter mit einem Kind geholfen, das an schweren epileptischen Anfällen leidet. Ihre Partnerschaft ist daran zerbrochen. Wir haben ihr ein Gerät angeschafft, das die Anfälle frühzeitig anzeigt. Das hat ihr vieles erleichtert und sie kann wieder in Ruhe schlafen. Ein schweres Schicksal muss eine Frau aus Innsbruck tragen. Innerhalb kürzester Zeit hat sie ihren Ehemann und die 16jährige Tochter, die bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen ist, verloren. Die gesamten Ersparnisse wurden für die Begräbniskosten aufgebraucht. Harald Lederer überreichte ihr einen Scheck aus dem Spendenfond. Ebenso wurde eine alleinerziehende Mutter von zwei kleinen Kindern unterstützt. Mit der Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs ist sie in eine finanzielle Notlage geraten und kann die Mieter nicht mehr bezahlen. Bei diesen und vielen andere schlimmen Schicksalsschläge konnte das Soccerteam das Leid lindern. Und das soll auch so bleiben. Harald Lederers Zukunftsvision: „Wir wollen unser Bestmögliches beitragen, dass es auch anderen gut geht. Für mich ist der Verein ein Passion und ich wünsche mir, dass uns so viele Menschen auch weiterhin unterstützen, damit wir helfen können.“

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