Auf diese Gewinner baut die Stadt Wien

Um das Thema Sanierung von historischer Bausubstanz ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu bringen, wurde vor 33 Jahren der Stadterneuerungspreis an Bauausführende, Planer und Bauherren für vorbildliche Stadterneuerungsprojekte ins Leben gerufen.

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Walter Ruck (3.v.l.), Präsident der WKW, Rainer Pawlick (2.v.r.), Innungsmeister der Wiener Baubranche,  Alexander Safferthal (1.v.r.), Vizepräsident der WKW, und Hans-Werner Frömmel (3.v.r.), Bundesinnungsmeister Bau, gratulieren dem Gewinner-Team vom Architekturbüro Trimmel Wall Architekten ZTGmbH und der Baufirma Leyrer + Graf Baugesellschaft m.b.H.rn. Foto: Bernhard Wolf

Im Gegensatz zu vielen anderen internationalen Metropolen werde in Wien darauf geachtet, durch entsprechende Baumaßnahmen auch die Attraktivität strukturschwächerer Gebiete anzuheben. "So entstehen beliebte Wohnviertel mit moderner Infrastruktur, Grün- und Freiflächen. Die Folge daraus: Geschäftsleute, Handwerker und Gewerbetreibende siedeln sich als Nahversorger an, die lokale Wirtschaft wird angekurbelt und ganze Stadtteile erfahren eine Aufwertung", verweist Walter Ruck, Präsident der Wirtschaftskammer Wien, auf die Leistungen der Baubranche als wichtiger Impulsgeber für Stadtentwicklung und Wirtschaftsmotor.

Rainer Pawlick, Innungsmeister der Wiener Baubranche, betont den Stellenwert der Auszeichnung „Wiener Stadterneuerungspreis“: "Wien besitzt eine Vielfalt an Wohnbauten, die Potential haben, auch noch in den nächsten 100 Jahren ihre Aufgabe - den Menschen eine lebenswerte Unterkunft zu bieten - zu erfüllen. Voraussetzung dafür ist eine fachmännische Sanierung und Profis, die diese auch perfekt durchführen. Dank unserer Baumeister und deren Partnergewerbebetrieben sowie hervorragender Planerleistungen hat sich das Stadtbild von Wien in den letzten 30 Jahren erheblich verbessert. Dafür vergibt die Wiener Bauinnung jährlich den begehrten Stadterneuerungspreis."

Die Preisträger 2018

Aus 21 Einreichungen wurden 3 Gewinner-Projekte prämiert. Der Sieger, das Objekt Mariahilferstraße 182 - ein aus der Gründerzeit stammendes Gebäude, wurde im April 2014 durch eine Gasexplosion teilweise zerstört und in seinem statischen Gefüge wesentlich erschüttert. Die Jury würdigt den Entschluss der privaten Eigentümer, das Haus zu sanieren und keinen Neubau zu errichten. Die Vorteile für die Umwelt, für das Stadtbild, aber auch für die Bewohner standen im Vordergrund. Dem eingespielten Team von Architekturbüro Trimmel Wall Architekten ZTGmbH und der Baufirma Leyrer + Graf Baugesellschaft m.b.H. gelang hier eine äußerst ambitionierte Revitalisierung. Mit vielen innovativen Maßnahmen wurde der Neubaustandard erreicht, gleichzeitig aber die Ästhetik und der Charme des Althauses erhalten.

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Der Sieger: Mariahilferstraße 182 Foto: trimmel wall architekten ztgmbh

Platz 2 erzielte das Objekt "Auerspergstraße 4/Doblhoffgasse 9" ausgeführt von Firma Obenauf Generalunternehmung GmbH nach Plänen des Büros Timo Huber + Partner Architekten ZT GmbH. Mit dieser Sanierung wurde ein sehr schlüssiges gesamtheitliches Konzept eines Wohn- und Bürogebäudes umgesetzt durch eine Aufwertung der Bestandseinheiten und zusätzlicher hochwertiger Nutzflächen im Zubau.

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2. Platz: Auerspergstraße 4/Doblhoffgasse 9 Foto: Timo Huber + Partner Arch. ZT GmbH

An dritter Stelle lag die Einreichung der "Schule im Park" auf der Währinger Straße. Verantwortlich für die Planung zeichnet Architekt Johannes Daniel Michel, Generalplaner GmbH & Co KG.,  und für deren Umsetzung die alteingesessene  Baufirma Dipl. Ing. Wilhelm Sedlak Gesellschaft m.b.H. Die Sanierung und Erweiterung der "Schule im Park" wird als Leuchtturmprojekt innerhalb des Schulsanierungspaketes der Stadt Wien bezeichnet.

 

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3. Platz: „Schule im Park“ in der Währingerstraße Foto: Roland Halbe