Anna Gasser: Ganz schön talentiert

Das Jahr 2018 hätte für Anna Gasser nicht besser laufen können: Nach Olympia-Gold und der Auszeichnung als Sportlerin des Jahres landete die 27-Jährige als erste Frau einen „Cab Triple Underflip 1260“.

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Anna Gasser ist nicht nur sportlich top, sondern auch in den sozialen Netzwerken: Auf Instagram hat die Kärntnerin 312.000 Follower. Foto: ServusTV / Neumayr / Leo

Es war die Krönung eines äußerst erfolgreichen Jahres: Als erste Snowboarderin sprang Anna Gasser am Stubaier Gletscher einen „Cab Triple Underflip 1260“ – also ein dreifacher Rückwärtssalto mit halber Drehung, der mit dem „falschen Fuß“ voraus angefahren wird. Dazu kommt noch der Sieg beim Big-Air-Weltcup in Peking vor einer Woche. Bereits im Februar krönte sie sich in Pyeonchang zur Olympiasiegerin im Big-Air-Bewerb. „In dieser Saison konnte ich viele meiner Ziele abhaken. Mir geht es aber auch darum, mich als Snowboarderin zu verbessern – Ziele bleiben also genug“, freut sich die Villacherin.

Ausgesorgt?

Das olympische Gold hat sich bei Gasser auch im Geldbörserl niedergeschlagen, aber von hochdotierten Sponsorverträgen à la Hirscher und Veith ist die Kärntnerin noch weit entfernt: „Der Olympiasieg hat mir einige Türen geöffnet und es mir ermöglicht, dass ich jetzt sorgenfrei vom Snowboarden leben kann. Ausgesorgt habe ich dadurch aber nicht“, erzählt der Blondschopf.

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Foto: GEPA pictures

Social-Media-Star 

Auch in den sozialen Netzwerken ist die Sportlerin des Jahres gefragter denn je: Auf Instagram darf sich die 27-Jährige über 312.000 Follower freuen. Soziale Medien gehören für sie mittlerweile zum Sportlerleben dazu: „Gerade für meinen Sport, der in Österreich medial noch nicht die ganz große Aufmerksamkeit bekommt, ist es wichtig, um den Fans zu zeigen, was ich das ganze Jahr über mache“, erklärt Gasser. 

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Foto: GEPA pictures

Der „Preis“ des Ruhms 

Die Erfolge wirken sich für sie auch auf privater Ebene aus. Auf die Frage, ob sie öfter auf der Straße erkannt wird, meint die symphatische Kärntnerin nur: „Das ist unterschiedlich und kommt darauf an, ob ich meine Red-Bull-Kappe trage oder nicht. Wenn mich jemand mit der Kappe sieht, kann er eins und eins zusammenzählen. Wenn ich inkognito bleiben will lasse ich die Kappe einfach zuhause.“ 

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Foto: Mirja Geh/ Red Bull Content Pool

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