Andere Länder, andere Sitten

Die lustigsten Weihnachtsbräuche. Die Weihnachtszeit ist weltweit von vielen Traditionen und Bräuchen geprägt. Dass man das Aufblühen der Barbarazweige
als Hochzeitsomen deutet oder vom Krampus verhauen wird, mag in anderen Ländern äußert skurril erscheinen. Anderswo geht es aber noch viel skurriler zu.

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Foto: Getty Images/Digital Vision.

 

USA - Essiggurkerl: Das Land der grenzenlosen Möglichkeiten ist vor allem für übertrieben kitschige Weihnachtsdekorationen bekannt. Was aber nicht jeder weiß, ist, dass die Amerikaner die Glasfigur einer sauren Gurke an den Christbaum hängen – die sogenannte „Christmas Pickle“. Die Gurke ist im Grün des Baumes besonders schwer zu finden, wer sie also entdeckt, bekommt als Belohnung ein zusätzliches Geschenk.

 

Wales - Pferdekopf: In walisischer Weihnachtstradition wird ein Pferdeschädel an einem Holzstab befestigt und von einer Person, die sich mit einem weißen Tuch bedeckt, von Haus zu Haus getragen. Von früh morgens bis spät in die Nacht ist das Pferd mit seiner Gefolgschaft unterwegs, singt Weihnachtslieder und bringt den Hausbewohnern Glück. „Mari Lwyd“ nennt sich dieser alte Brauch.

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Foto: thisisgower.co.uk

 

Ungarn - Hexenjagd Ab dem 13. Dezember baut man in Ungarn einen speziellen Stuhl aus sieben verschiedenen Holzsorten. Der „Luca-Stuhl“ muss bis zum Heiligabend fertig werden, damit man ihn mit in die Christmette nehmen kann. Dann stellt man sich auf den Stuhl, um nach Hexen Ausschau zu halten. Wer eine sieht, rennt sofort nach Hause und verbrennt dort den Stuhl, um für das kommende Jahr wieder vor den Hexen sicher zu sein.

 

Katalonien - Holzklötze In Katalonien bemalen die Kinder in der Weihnachtszeit einen kleinen Holzklotz mit einem Gesicht, Mütze und Beinen. Der „Tió de Nadal“ wird dann ab dem 8. Dezember von den Kindern mit Obst und Brot „gefüttert“. Außerdem schläft er unter einer Decke, damit er nicht friert. Am Heiligen Abend singen die Kinder ein besonderes Lied und klopfen mit Stöcken auf den Holzklotz, um seine Verdauung anzuregen. Wenn sie dann unter die Decke schauen, finden sie viele Süßigkeiten, die der Holzklotz ausgeschieden hat.

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Foto: KK

 

Russland - Single-Börse: In Russland wird erst am 7. Jänner Weihnachten gefeiert. Danach versuchen die russischen Single-Damen zwei Wochen lang sich einen Mann zu angeln, indem sie wahllos irgendwelche Telefonnummern anrufen. Derjenige, der abhebt, sollte der zukünftige Ehemann werden. Heiratsunwillige Männer sollten also in dieser Zeit genau darauf achten, welche Anrufe sie annehmen.

 

Schweden - Strohziegenbock: Zu Adventbeginn wird im schwedischen Gväle eine 13 Meter hohe Ziegenbockfigur aus Stroh, der sogenannte Julbock, aufgestellt. Berühmt wurde diese Tradition jedoch eher unfreiwillig, denn Touristen und Austauschstudenten setzen es sich jedes Jahr zum Ziel, die Strohskulptur zu zerstören. Trotz Imprägnierung und Wachschutz wurde der Julbock seit 1963 bereits 38 Mal abgebrannt, niedergemäht oder ertränkt.

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Foto: Mats Åstrand/TT

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