Wand ausmalen: die richtige Farbe fürs richtige Zimmer

Weiße Wände haben ausgedient, denn jetzt wird's bunt. Egal ob Pastelltöne für das Wohnzimmer oder Beige für das Esszimmer - jetzt bekennen wir Farbe.

Pärchen streicht die Wand
Weiße Wände waren gestern, jetzt bekennen wir Farbe. Foto: IT Stock/Polka Dot/Thinkstock

Das Leben ist viel zu ernst, um keine bunten Wände zu haben! Farbige Wände veredeln das Heim nicht nur optisch, sondern können auch den Ton angeben. Ob ein angeregtes Gespräch oder doch Entspannung - Farben sagen, wo es lang geht.

Der Ton macht die Musik

Helle Farbtöne lassen kleine Räume größer wirken und sind besonders für Menschen geeignet, die nur weiße Wände gewohnt sind.

Dunkle Farbtöne dagegen verkleinern den Raum optisch. Ideal daher für große Räume, die Behaglichkeit und Gemütlichkeit ausstrahlen sollen.

Kalte Farben wirken sehr sachlich, neutral und passiv und vermitteln daher Ruhe und Entspannung. In Kombination mit starker Sonneneinstrahlung sind sie perfekt, um den Raum optisch weiter erscheinen zu lassen. Besonders gut sind sie für Schlafzimmer geeignet, aber auch für Arbeitszimmer. Denn kalte Farben helfen gegen Konzentrationsschwäche. Im Wohnzimmer sollten kalte Farben nicht den Ton angeben, da sie ermüdend wirken, entsprechend die Stimmung dämpfen und Gespräche lähmen. Kalte Farben sind Farben, die einen bläulichen Stich haben, also Blau, Violett und Pink. Ein Grün kann, wenn mit Blau gemischt, kalt sein und wenn es mit Rot gemischt wird, warm werden. Durch Mischung von Blau und Violett lassen sich die "Temperaturen" der Farben verändern.

Warme Farben sind sehr persönlich, freundlich und aufgeweckt. Besonders im Wohn- und Esszimmerbereich sorgen sie für eine heimelige und gemütliche Atmosphäre. Da sie aufmunternd und anregend scheinen, sind sie die ideale Kulisse für sitzende Tätigkeiten. Zimmer, die an der Nordseite liegen, sollten etwa mit warmen Farben gestrichen werden. Das steigert die gefühlte Raumtemperatur. Warme Farben sind Farben die im Bereich Rot, Gelb und Orange liegen. Auch hier kann durch Zugabe von Rot die Farbtemperatur von anderen Farben verändert werden.

Die wichtigsten Wohnbereiche

Im Esszimmer sind warme Farben, die die Kommunikation und den Appetit anregen, optimal. Besonders zu empfehlen sind warme Gelb-, Grün-, oder Orange-Töne. Auch im Wohzimmer sind sie von Vorteil. Farbtechnisch ist es also kein Problem, wenn sich Ess- und Wohnzimmer in einem Raum befinden. Vor allem im Wohnzimmer können Rot und Braun Gemütlichkeit ausstrahlen, Energie spenden und die Kommunikation fördern. 

Im Schlafbereich sollten wiederum kühle Farben dominieren. Sie helfen dabei, sich zu entspannen. Wer es dennoch lieber anregender mag, kann sich mit warmen Farbtupfern behelfen, zum Beispiel mit Vorhängen in Rot oder Bettwäsche in warmem Gelb.

Kinderzimmer sollten mit Bedacht gestrichen werden, da die Kleinen dort nicht nur schlafen, sondern auch lernen und schlafen. Am besten teilt man das Zimmer in einen Aktivitäts- und einen Ruhebereich ein. Im Ruhebereich sollten kalte und hellere Töne dominieren, um die Konzentration und gleichzeitig den Schlaf zu fördern. Der Aktivitätsbereich kann mit warmen Farben verschönert werden. Knallige Töne wie Rot oder Gelb besser meiden, da sie die Aggresion erhöhen können.

Tipps

Man kann sich nach einer gewissen Zeit an sehr grellen Farben satt sehen - am besten daher nur eine Wand damit ausmalen, die restlichen dafür eher dezent halten. Die Einrichtung sollte dabei immer im Einklang mit der Wandfarbe stehen. Bei sehr kräftigen Farben die Decke am besten Weiß halten, da sie so besonders gut zur Geltung kommen.

Optimal für ein gutes Raumklima: ein ausgewogener Mix aus aus beruhigenden und anregenden Akzenten. Kleine Faustregel: Zwei Drittel des Raumes sollten "ruhige" Farben wie zum Beispiel Beige, Grau oder Pastelltöne enthalten. Das restliche Drittel sollte in warmen Farben gehalten sein - dabei spielt keine Rolle, ob dieser Effekt durch die Einrichtung oder die Wandfarbe erzielt wird.

Worauf man achten sollte: Rot sollte in Räumen nur dezent eingesetzt werden, da die Farbe sehr dominant wirkt.

Weiters sollte die Beschaffenheit der Wände überprüft werden. Bei Unebenheiten die Wand vorher tapezieren, bevor sie gestrichen wird.

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