Klimaanlage: Das müssen Sie beim Kauf beachten

Es wird zunehmend wärmer in Österreich. Zum angenehmen Wohnen muss für viele eine Klimaanlage herhalten. Dabei sollte man beim Kauf Folgendes beachten.

Kauf einer Klimaanlage
Mit der richtigen Klimaanlange die perfekte Abkühlung in den eigenen vier Wänden Foto: zilli/iStock/Thinkstock

Anhaltende Temperaturen über 30 Grad Celsius lassen auch Sonnenanbeter stöhnen. Das Kühlen im Sommer ist fast schon so wichtig geworden wie das Heizen im Winter. Und es gibt eine große Auswahl an Klimaanlagen. Gar nicht einfach, den Überblick zu behalten.

Was gibt es alles?

Klimageräte gibt es heutzutage in verschiedensten technischen Ausführungen. Sie können kühlen aber auch heizen, die Raumluft filtern und Räume in hohem Maße nikotin-, pollen- und staubfrei machen. Falls Sie ein Smartphone haben, kann diese als Fernbedienung verwendet werden. 

Mobile Klimageräte sorgen für schnelle Abkühlung. Denn sie entziehen der Raumluft Wärme, die dann durch einen Schlauch aus einem geöffneten Fenster frei gelassen wird. Nachteil: Durch das offene Fenster strömt wieder warme Luft herein. Zusätzlich sind diese Geräte sehr laut und verbrauchen viel Strom. Als vorübergehende Notlösung sind mobile Klimageräte daher geeignet, nicht aber als dauerhafte Kühlungsmethode.

Monoblock-Klimageräte oder Fenstergeräte werden am Fenster angebracht. Warme Luft wird durch Schläuche aus dem Zimmer gesaugt und die gekühlte Luft zurück ins Zimmer geleitet. Der Schlauch kann durchs offene Fenster nach draußen geleitet werden oder durch eine Öffnung in der Wand. Monoblock-Klimageräte werden für den Privatbereich kaum verwendet, eher für Container-Büros oder Betriebshallen.

Split-Geräte sind zweiteilig aufgebaut. Ein Teil des Gerätes befindet sich außerhalb des Gebäudes und enthält die Kältemaschine, das andere Gehäuse befindet sich im Raum und kühlt. Durch eine Kupferrohrleitung werden die beiden Geräte miteinander verbunden. Ein Kühlmittel, das kreislaufartig durch das Gerät fließt, verdampft und kühlt somit die Luft im Raum. Danach verflüssigt es sich wieder. Split-Geräte sind häufig optisch ansprechender als andere Varianten, weil sie an die Umgebung individuell angepasst werden können.

Kühldecken sind meistens in der Zwischendecke oder Decke angebracht. Diese Fläche wird mit Wasserrohren versehen, und je nach Temperatur des Wassers kühlen oder heizen Sie den Raum. Wobei Kühldecken, trotz des Namens eigentlich nicht kühlen, sondern dem Raum Wärme entziehen. Kühldecken funktionieren meistens nach dem Strahlungsprinzip: Die Oberflächentemperatur der Kühldecke wird durch das darin befindliche Wasser gesenkt oder erhöht. Durch die Strahlung wird die Raumtemperatur verändert. Somit ist der Luftzug eingedämmt, der häufig die Ursache von steifen Gliedern oder verschnupfter Nase ist. Weiters gibt es Kühldecken in den verschiedensten Ausführungen in puncto ästhetischer Funktion, Beleuchtung oder Schallabsorbierung.

Experten-Tipps für den Kauf

Am allerwichtigsten ist die kompetente Beratung eines Experten. Diese erkennt man daran, dass dieser zu Ihnen nach Hause kommt und die Räumlichkeiten begutachtet. Nur so bekommt er ein Bild davon, wie das Gerät am besten kühlen kann.

Klimageräte, besonders die neuen, haben meistens die Energierichtlinie A++. Trotzdem sollte man überprüfen, ob das Gerät dieser Richtlinie tatsächlich entspricht, da sie eine Gewähr für Energieeffizienz, Umweltfreundlichkeit und niedrige Lautstärke ist.

Ein Klimagerät mit einer automatischen Wärmepumpe kann sowohl kühlen als auch heizen. Besonders in der Übergangszeit ist das Heizen mit der Klimaanlage von Vorteil: Am Vormittag heizt die Klimaanlage den Raum schnell auf und zu Mittag, wenn es draußen wärmer geworden ist, kann das Gerät wieder ausgeschaltet werden. Heizungen dagegen brauchen länger, um den Raum spürbar aufzuwärmen, was mehr Strom und Kosten verursacht.

Tipps zur Montage

Klimageräte sollten so installiert werden, dass der kühle Luftstrom gleichmäßig durch das Zimmer zieht. Dabei sollten sie nicht direkt auf die Couch oder den Arbeitsplatz gerichtet sein. Es gibt jedoch Klimageräte, die mittels eines Sensors erkennen, ob und wo genau sich jemand im Raum aufhält. Befindet sich niemand im Zimmer, wird die Luft schwächer gekühlt. Gleichzeitig registriert das Gerät, ob man sich bewegt und bläst die Luft dementsprechend in eine andere Richtung.

Der Luftstrom darf durch Balken, Unterzüge und Leuchten nicht gestört werden.

Bei einer Außenmontage müssen Behördevorschriften eingehalten werden.

Dort, wo die Klimaanlage steht, sollte die Umgebung staubfrei sein und das Gerät vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt werden.

Gut zu wissen

Gute Klimageräte kosten zwischen 2.000 bis 2.500 Euro inklusive Installation. Der Preis ist es auch wert, denn gute Geräte halten bis zu 15 Jahre. Einmal jährlich wird ein Service vom Fachleuten durchgeführt. Sollten Sie übrigens das Gerät ständig in Betrieb haben, sollte der Filter alle 14 Tage gereinigt werden.

Informieren Sie sich rechtzeitig über ein Klimagerät - am besten bereits im Frühjahr, denn im Sommer kann es zu längeren Wartezeiten kommen. Für Kostenvoranschläge, Vergleich der Angebote, Kauf-Entscheidung und Umsetzung sollten Sie mit bis zu vier Wochen rechnen.

Die Faustregel beim Kühlen ist: Die Temperatur im Raum und die Außentemperatur sollten nie mehr als 6 Grad Celsius voneinander abweichen. Ein gekühlter Raum sollte demzufolge zwischen 24 und 28 Grad Celsius haben. Nicht nur dem Energieverbrauch, sondern auch Ihrer Gesundheit zuliebe.

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