Besser schlafen: Wasserbett

Schneller, tiefer und besser schlafen - Wasserbetten sollen nicht mehr unruhig sein und bei jeder Bewegung schwappen, sondern den besten und erholsamsten Schlaf garantieren.

Bett Schlafzimmer - Cover
Wasserbetten sind gefragt wie nie Foto: NelleG/iStock/Thinkstock

Die Mehrheit derer, die ein Wasserbett besitzen, wollen gar nicht mehr darauf verzichten: Sie wachen nicht mehr ständig mitten in der Nacht auf, können schneller einschlafen und brauchen sogar weniger Schlaf. Vor zehn Jahren waren Wasserbetten groß im Trend, danach ging die Begeisterung zurück. Doch heute sind Wasserbetten wieder sehr stark im kommen.

Die Vorteile

Durch das warme Wasser, das ständig beheizt wird, muss das Bett nicht mehr "aufgewärmt" werden. Man legt sich in ein schön wohlig-warmes Bett hinein und kann sofort ins Schlummerland abtauchen. Zwar muss das Wasser auch im Sommer beheizt werden - das wiederum hat einen Vorteil: Es übersteigt nicht die Temperatur, die eingegeben wurde. Es kann also im Sommer sogar wohltuend kühlen.

Hygiene steht bei Wasserbetten ganz oben auf der Liste, denn bei normalen Matratzen sind die Hohlräume eine Brutstätte für Milben. Schweiß und Hautschuppen bilden nämlich die perfekte Nahrung für Milben und können im schlimmsten Fall Allergien auslösen. Wasserbetten dagegen besitzen diese Hohlräume nicht. Durch die Heizung kann das Schwitzwasser rasch verdunsten und die Textilauflage vom Wasserbett abgenommen bzw. gereinigt werden. Die Matratze wird mit speziellen Mitteln gereinigt - bei herkömmlichen Matratzen ist das nur schwer möglich.

Weiters wird der Körper optimal gestützt, die Wirbelsäule entlastet, außerdem gibt es keine Druckpunkte. Durch die Wärme, die das Wasser abgibt, werden Muskeln, Gelenke und Nerven entspannt. Wasser hat generell eine sehr heilende Wirkung und ist perfekt für Menschen mit Gelenksentzündungen, Rückenschmerzen und Sportler. 

Wasserbetten gibt es übrigens in verschiedenen Beruhigungsstufen und können dadurch an individuelle Bedürfnisse angepasst werden. Einlagen in der Matratze schränken die Bewegungen des Wassers ein. Besonders beruhigend ist es, wenn es noch ca. zwei bis vier Sekunden nachschwingt. Wenn das Wasser jedoch noch 30 Sekunden nachschwingt, wird das als unruhigend und störend empfunden.

Auch für Ehepaare sind Wasserbetten kein Problem: es können zwei separate Wasserbettmatratzen gekauft werden oder ein großes Wasserbett. Diese sind auf die Personen eingestellt, und auch wenn sich der 90 kg schwere Ehemann bewegt, schwabt es nicht bis zur Eherfrau hinüber und beide haben eine erholsamen Schlaf.

Nachteile

Die Kosten spielen eine große Rolle, denn qualitativ hochwertige Wasserbetten sind sehr kostspielig. Da kann ein gutes Bett schon mal zwischen 2000 Euro bis 4000 Euro kosten. Tipp: Skeptisch sein bei Matratzen, die weit unter 2000 Euro kosten, außer es ist ein zeitlich begrenztes Angebot von einem guten Anbieter.

Bei der Qualität sollten Sie lieber zu amerikanischen oder deutschen Wasserbetten greifen. Die Amerikaner haben Wasserbetten erfunden und durch die ständige Forschung und Verbesserung, sind amerikanische und deutsche Wasserbettprodukte die besten am Markt.

Weiters sind die laufenden Kosten ein Thema: Durch die ständige Beheizung des Wasser fallen jährlich zusätzliche Stromkosten an, es muss mit 50 Euro bis 100 Euro mehr gerechnet werden.

Wasserbetten sind sehr schwer, wiegen zwischen 300 und 800 Kilogramm. Wichtig zu wissen: Dort, wo das Bett steht, dort wird es auch für immer bleiben. Denn Verschieben ist dann kaum noch möglich. Ebenfalls muss bei einem Umzug ein Fachmann engagiert werden, damit alles reibungslos über die Bühne geht. Tipp: In einer Altbauwohnung sollte unbedingt vorher ein Statiker aufgesucht werden, um zu überprüfen, ob der Boden solch einem Gewicht Stand hält.

Die Matratze muss mit speziellen Pflegemitteln gereinigt werden, um die Langlebligkeit des Wasserbettes zu gewährleisten. Ebenfalls muss man alle paar Monate einen Konditionierer ins Wasser schütten, um zu verhindern, dass das Wasser kippt. Diese speziellen Pflegemittel verursachen natürlich wieder mehr Kosten als bei einer normalen Matratze.

Wichtig: Das Wasser muss ständig beheizt werden, sonst kann das Wasser kippen.

Kauftipp

Bei guter Pflege ist ein Wasserbett zwischen 10 und 15 Jahren haltbar. Bevor Sie jedoch ein Wasserbett kaufen, sollten Sie die Angebote unbedingt genau prüfen. Ein Wasserbett hat seinen Preis, wenn sie es lange haben wollen, müssen Sie ein bisschen tiefer in die Tasche greifen. Ebenfalls ist die Garantie wichtig, die bei guten Händlern gewährleistet ist. Prüfen Sie, ob der Kunststoff mögliche Schadstoffausdünstungen hat. Der Berater muss auf ihre Bedürfnisse eingehen, nur so kann das Wasserbett individuell an Sie angepasst werden.

Fazit

Ein Wasserbett ist zwar teuer und benötigt eine spezielle Pflege, aber die gesundheitlichen Vorteile überwiegen. Der Körper wird gewärmt und entspannt, ein Auskühlen in der Nacht ist nicht mehr möglich und Hausmilben haben keine Chance.