Badezimmer - so geht bei der Renovierung nichts schief

Spätestens, wenn das eigene Badezimmer in die Jahre gekommen ist und unmodern wirkt, verdient es eine technische Erneuerung und optische Auffrischung. Was man dazu wissen muss und welche Designs gerade im Trend liegen, erfahren Sie hier.

Kopie von black and white Wanne
Auf das müssen Sie achten, wenn Sie Ihr Bad renovieren. Foto: mihalis_a/iStock/Thinkstock
rundes Bad
Runde Elemente sind ein Must Have, wenn Sie Ihr Bad renovieren. Egal ob eine Runde Wanne oder ein rundes Waschbecken, das durchbricht die Linien im Bad und wirkt verspielter aber gleichzeitig auch sehr elegant. Foto: Vlajs/iStock/Thinkstock
Bad schwarz Holz
DER Badezimmer Trend schlechthin sind schwarze Wände. Damit die dominante Farbe den Raum nicht zu sehr drückt, sollte Schwarz kombiniert werden. Am besten eignet sich Holz dazu. Das schenkt dem Raum eine freundliche Atmonsphäre. Foto: KatarzynaBialasiewicz/iStock/Thinkstock
freistehende Wanne
Eine freistehende Badewanne ist der Hingucker! Ein paar tropische Pflanzen und voila - Sie haben den neuesten Badezimmer Trend. Foto: Podsolnukh/iStock/Thinkstock
beiges Bad
Beige ist noch immer eine sehr beliebte Farbe im Bad! Sie wirkt sehr elegant und edel. Sie kann mit Gold wie auch mit Silber akombiniert werden. Foto: piovesempre/iStock/Thinkstock
graues Bad
Gut eingeteilt! Ein kleines Badezimmer wirkt besonders durch eine helle, aber sehr elegante Farbe wie Grau größer. Ein durchgehender Spiegel an der Wand vergrößert den Raum optisch. Foto: KatarzynaBialasiewicz/iStock/Thinkstock

Wer im Heimwerken nicht geübt ist, schlägt bei der Vorstellung, das eigene Bad zu sanieren, meist die Hände über dem Kopf zusammen. Dabei ist es einfacher als gedacht und dauert im Schnitt gerade einmal acht Tage. Vor allem, wenn man die folgenden Punkte beachtet.

Nicht vergessen

Ganz egal, ob das Bad von einem Profi renoviert wird oder Sie selbst Hand anlegen, folgende Dinge müssen im Vorfeld geprüft werden:

Neue Leitungen: Alte Leitungen sollten generell bei einer Sanierung gegen neue ausgetauscht werden. Hier werden Kupfer- bzw. Kunststoffleitungen alten Blei- oder Eisenleitungen vorgezogen. Tipp: Kunststoffleitungen sind voluminöser als Kupferleitungen.

Baubewilligung: Wenn Sie eine Wanne gegen eine Dusche austauschen brauchen Sie natürlich keine eigene Bewilligung. Wenn aber eine Wand eingerissen wird, um das Bad zu vergrößern, muss bei der Baupolizei eine Bewilligung eingeholt werden.

Mietwohnung: Bevor Sie in einer Mietwohnung die Wanne gegen eine Dusche austauschen, sollten Sie mit dem Vermieter vorab alle nötigen Details klären. Dieser kann nämlich beim Auszug darauf bestehen, dass Sie die ursprüngliche Wanne wieder einbauen.

Staub: Die Staubbelastung bei der Badsanierung ist enorm hoch. Deshalb sollte man darauf bestehen, dass eine Staubschleuse aufgestellt wird, damit man den Raum auch während der Arbeiten betreten kann. Decken Sie auch Möbel ab, die in der Nähe des Badezimmers sind. Der Boden sollte am besten mit einem recyclebaren Schutzflies abgedeckt werden.

Die ersten Schritte

Als erster Schritt erfolgt eine Bestandsaufnahme: Zuallererst muss man das alte Bad genau ausmessen, dabei werden die Naturmaße herangezogen. Danach wird das gesamte Bad fotografiert.

Nun kann man sich an die Arbeit machen. Die Schubladen und das Waschbecken abmontieren bzw. alte Fliesen entfernen können auch Laien einfach erledigen. Erst dann kommt die gesamte Elektronik an die Reihe - eine Aufgabe, die der Profi übernehmen sollte.

Wichtige Kriterien

Die wichtigen Kriterien, die ein Bad erfüllen sollte, sind Langlebigkeit und Funktionalität. Auch die Fliesen sollten leicht zu reinigen sein, das funktioniert am besten, wenn diese fugenlos verlegt werden und ohne Silikon gearbeitet wurde.

Damit das Badezimmer ein Wohlfühl-Ambiente vermittelt, benötigt man ein durchdachtes Lichtkonzept, wasserfeste Flächen an den Wänden im Spritzbereich und ein stimmiges Farbkonzept.

Ein absolutes No-Go beim Sanieren sind Stufen im Bad - egal ob in der Wanne oder in der Dusche. Dadurch sinkt das Verletzungs- und Unfallrisiko deutlich.

Trend

Ein Trend, der sich in Österreichs Badezimmern sehr stark bemerkbar macht ist: Wanne raus - Dusche rein! Nicht nur ältere Menschen haben Gefallen daran gefunden. Immer mehr Menschen entscheiden sich für eine Dusche, weil das Ein- und Aussteigen leichter ist und dadurch auch mehr Platz im Bad bleibt. Durchsichtige Acryl- oder Glaswände in der Dusche sind besonders gefragt - das Bad wirkt dadurch offener und eleganter.

Statt Fliesen kommen jetzt auch Paneele auf die Wände. Das Besondere: Die alten Fliesen müssen nicht mühevoll entfernt werden. Die Arbeitsdauer verkürzt sich wesentlich, Lärm und Schmutz halten sich in Grenzen. Ein großer Vorteil von Paneel ist, dass es fugenlos ist. Das Bad wirkt größer, die Reinigung ist leichter und Schimmel kann besser vorgebeugt werden.

Fazit

Bevor man sich daran macht, sein Bad zu sanieren, vermisst man zuerst den gesamten Raum und nimmt eine Fotodokumentation des alten Bades vor. Danach kann die Sanierung bereits beginnen. Ratsam ist es, nach dem Entfernen der Fliesen die Elektronik und das Verlegen der neuen Fliesen dem Profi zu überlassen.

Fugenlose Fußböden aus Vinyl oder Paneelen, ein wohl überlegtes Lichtkonzept, wasserfeste Wände im Spritzbereich und ein stimmiges Farbkonzept sind der Schlüssel zum perfekten Bad.

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