Garten-Tipps: So halten Tulpen über Jahre

Einmal Tulpenzwiebeln im Garten setzen und sich jedes Jahr aufs Neue sich an den Tulpen erfreuen - um das zu erreichen, benötigt es Geduld, den richtigen Standort und die optimale Pflege. Wie man es am besten angeht.

Tulpen - Cover
Tulpen können im Folgejahr wieder austreiben Foto: APA (dpa/gms/Hilke Segbers)
Tulpenzwiebeln - Cover
Tulpenzwiebeln kommen bereits im Herbst in die Erde Foto: APA (dpa/gms/Nestor Bachmann)
Wildtulpen - Cover
Den Anfang beim Blühen machen die kräftig gefärbten Wildtulpen Foto: APA (dpa/gms/Andrea Warnecke)
Papageientulpe - Cover
Die gemusterte Papageientulpe hat tief eingeschnittene Blütenblätter Foto: APA (dpa/gms/Hilke Segbers)

Bereits im März - und 2016 damit passend zu Ostern - kann man die ersten blühenden Tulpen im Garten haben. Aber dank der Vielzahl an Arten und Sorten zieht sich die Blütezeit lange hin, das Schauspiel lässt sich bis in den Mai fortsetzen. Der Zwiebelblumengärtner Bernd Schober hat für die Blütezeit eine Merkformel: "Je größer und üppiger die Blüten sind, desto später öffnen sie sich." Den Anfang machen vor allem die kleineren, dafür kräftig gefärbten Wildarten. Bei deren Sorten handelt es sich um Auslesen. "Für die gefüllten und großen Blüten von Papageientulpen braucht es dann mehr Zeit im Frühjahr, bis sie sich entwickelt haben", erklärt Schober.

Was brauchen Zwiebeln? 

Tulpen sind aber keine Eintagsfliegen. "Theoretisch sind die meisten Tulpen mehrjährig", sagt Schober. Sie ruhen nach der Blüte den Sommer über erst einmal. Zum Winter beginnt das Wurzelwachstum wieder, und sobald die Temperaturen im Frühjahr steigen, treibt die Zwiebel erneut aus. Allerdings darf man nach der Blüte zu den Tulpen keine einjährigen Sommerblumen pflanzen - und diese regelmäßig gießen. "Das mögen die Zwiebeln gar nicht", erklärt der Gärtner. Trockenheit sei wichtig für das Überleben der Zwiebeln.

Wo pflanzen?

Besser werden die Tulpen daher eben zwischen Sträucher und Stauden gesetzt - und dazu noch ein bisschen abseits davon, so dass sie es trocken haben. Das schadet ihnen auch nicht. "Eigentlich alle Zwiebelpflanzen besitzen das unterirdische Speicherorgan, um eine sommerliche Trockenperiode gut zu überstehen", erläutert Schober.

Womit kombinieren?

Passende Nachbarn im Frühlingsgarten sind für van der Kloet die Stauden Lungenkraut, Storchschnabel und Goldlack. Auch das Nest-Kopfgras und das Wald-Flattergras sind zwei gute Partner, weil diese Gräser früh blühen und mit dem hellgrünen Laub eine frische Note einbringen.

Tulpen ausgraben?

Um die Trockenheit im Sommer zu garantieren, wurden Tulpen früher ausgegraben. "Das ist heute eigentlich nicht mehr nötig", erläutert Schober. Sinnvoll ist das aber natürlich an nassen Orten. Allerdings darf man erst mit dem Ausgraben beginnen, wenn die Blätter braun oder fast verschwunden sind. Dafür verwendet der Gärtner am besten eine Grabgabel, um die Knollen möglichst nicht zu verletzen. Sie kommen dann bis zum Herbst in ein schattiges und luftiges Lager.

Welcher Standort?

Tulpen stellen keine besonderen Ansprüche an ihren Standort im Garten. Der Boden sollte locker und durchlässig sein. Wildarten kommen auch auf eher mageren Böden mit wenigen Nährstoffen gut klar. Die hochgezüchteten Arten müssen dagegen gut versorgt sein. "Die Nährstoffe müssen zur Verfügung stehen, wenn das Laub grün ist", betont Schober. Werden die Blüten klein und kümmerlich, ist das ein Zeichen dafür, dass es an Nährstoffen im Boden fehlt.

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