Strand-Feeling daheim: Surfboards als Tische

Leben wie im Strandhaus: Das geht auch zu Hause, wenn man die passenden Möbel und Deko-Stücke zur Hand hat. Voll im Trend liegen dabei Surfbretter, die zu Tischen und Sitzgelegenheiten umgestaltet werden.

Die ersten Exemplare des Plastic Sidechair waren aus Fiberglas - Cover
Die ersten Exemplare des Plastic Sidechair waren aus Fiberglas Foto: Vitra/Florian Böhm
Jonas Edvard und Nikolaj Steenfatt verarbeiten Seealgen - Cover
Jonas Edvard und Nikolaj Steenfatt verarbeiten Seealgen Foto: Emil Thomsen-Schmidt
Der Elliptical Table von Charles & Ray Eames ähnelt einem Surfboard - Cover
Der Elliptical Table von Charles & Ray Eames ähnelt einem Surfboard Foto: Vitra/Florian Böhm
Die Tische des Design-Duos Neunoy sind wie Surfboards gefertigt - Cover
Die Tische des Design-Duos Neunoy sind wie Surfboards gefertigt Foto: Neunoy

Hier vier Beispiele gelungenen Beach Flair-Designs für Einrichtungs-Fans:

Nordsee-Look aus Deutschland

Hannes Zibold und Micha Remy haben sich für ihre Tische vom Surfen und den Wellen inspirieren lassen. "Wir sind beide Wellenreiter", sagt Zibold. "Gemeinsam haben wir die Idee entwickelt, die Haptik und Optik von Surfboards auf Möbel zu übertragen." Das Designduo mit dem Namen Neunoy stellte zunächst kleine Couchtische in der Machart von Surfboards her, mit dem Name Homeboards. "Die Fertigungstechnik ist nahezu identisch mit der für den Bau von Boards", erklärt Zibold. "Wir formen einen Schaumkern und laminieren diesen mit einem mit Epoxydharz getränkten Glasfasergewebe."

Starker Surfboard Table aus den USA

Zibold und Remy befinden sich mit ihren vom Wellenreiten inspirierten Tischen in allerbester Gesellschaft. Eine Ikone des modernen Designs ist der Elliptical Table, entworfen vom US-Designerpaar Charles & Ray Eames. Die unkonventionelle Form des Tisches scheint direkt von Surfboards abgeleitet. Deshalb nennen Designliebhaber den Tisch einfach nur "Surfboard Table". Ihre Inspiration mussten die zwei Designer womöglich gar nicht weit weg suchen, sie lebten nämlich in Kalifornien, einem Hotspot der Wellenreiter.

Cooles Treibgut-Design aus Dänemark

Über eine an den Körper angepasste Sitzschale verfügt auch der Stuhl aus dem Projekt Terroir der Designer Jonas Edvard and Nikolaj Steenfatt. Das Meer ist für die beiden Dänen nicht nur Inspiration, sondern auch Rohstoffquelle. Sie fertigen Schalen für Stühle und Lampenschirme aus Seealgen, die sie am Strand der Ostsee sammeln. "Seealgen sind ein unendlich verfügbarer Rohstoff, es gibt sie auf der ganzen Welt", sagt Edvard. "Sie sind sehr mineralhaltig und vitaminreich. Man kann sie essen oder auch als Dünger benutzen." Die beiden Dänen aber trocknen den Rohstoff, mahlen ihn und setzen ihn Altpapier zu. Sie erhalten so ein Biokomposit zum Formen ihrer Objekte.

Design-Schreibtisch aus Spanien

Ein weiteres Beispiel für ein von Wellen inspiriertes Möbel kommt aus dem spanischen Baskenland: Der Designer Jean Louis Iratzoki hat den Schreibtisch Belharra entworfen, der über einen wellenförmigen Aufsatz verfügt. Man kann dort seinen Tabletcomputer und Schreibutensilien verstauen. Der Tisch ist benannt nach dem Belharra-Riff.

Inspirationen zur Einrichtung liefern auch die Entwürfe der folgenden Designer.

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