Roboter im Haushalt - längst keine Utopie mehr!

In der Science-Fiction haben Roboter Hände und Füße. Der Android Andrew in dem Film "Der 200 Jahre Mann" ersetzt sogar den Butler. Doch bis heute gibt es keine vergleichbaren Maschinen in unserem Alltag. Das soll sich ändern.

Der Putzroboter Scooba von iRobot in Aktion - Cover
Der Putzroboter Scooba von iRobot in Aktion Foto: APA (dpa/Monique Wüstenhagen)

Saugen, Putzen, Spülen - viele Dinge, die im Haushalt erledigt werden müssen, sind auf die Dauer lästig. Wie schön wäre es, wenn ein Roboter das erledigen könnte. "Das ist längst keine Utopie mehr", sagt Claudia Oberascher, Projektleiterin der Initiative Hausgeräte+ der HEA - Fachgemeinschaft für effiziente Energieanwendung. "Es gibt schon zahlreiche Roboter in den Haushalten. Sie sehen nur nicht so aus, wie man es aus Science-Fiction-Filmen kennt."

Saugroboter

Ein Saugroboter ist eine flache, etwa 15 bis 20 Zentimeter dicke Scheibe auf kleinen Rollen. So kann er unter Möbeln saubermachen. "Diese Geräte gibt es schon seit einigen Jahren, jetzt sind sie aber viel besser geworden", findet Werner Scholz, Geschäftsführer der Hausgeräte-Fachverbände im Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie. "Anders als früher, wo sie sich nach dem Zufallsprinzip durch die Wohnung bewegten, sind sie heute so intelligent, sich Hindernisse zu merken und besonders schmutzige Stellen mehrmals zu bearbeiten". Und sie kommen gut in die Ecken. Noch sind Saugroboter ein Nischenprodukt. Wie viele von ihnen ihren Dienst in den Haushalten leisten, ist schwer zu sagen. Grob geschätzt wurden im vergangenen Jahr 200.000 bis 250.000 verkauft, der Absatz ist laut Scholz gestiegen.

Fensterputzroboter

Auch andere Roboter in Haus und Garten lohnen sich nur dann, wenn sie regelmäßig und auf möglichst großen Flächen eingesetzt werden. "Ein Fensterputzroboter, der auf jeder kleinen Scheibe neu anfangen muss, macht wenig Sinn. Dann kann man schneller per Hand putzen", erklärt Scholz. "Aber auf großen Glasflächen sieht das schon anders aus - besonders, wenn sie schwer zu erreichen sind."

Rasenroboter

Rasenroboter fühlen sich auf möglichst nicht allzu verwinkelten Flächen wohl. Sie arbeiten auch selbstständig. Wird ihr Akku schwächer, laden sie sich auf - und mähen dann weiter, Tag für Tag, Woche für Woche. Aber es kommt auch vor, dass sie sich verfahren oder an Hindernissen stecken bleiben. "Nur im Idealfall ersetzen Rasenroboter den Gärtner", sagt daher Christiane Böttcher-Tiedemann von der Stiftung Warentest. Und nicht jedes Gerät stoppt zuverlässig, wenn es mit Hindernissen kollidiert. Teils laufen die Messer weiter, falls man das Gerät an der falschen Stelle anhebt. Die Messer können Kindern gefährlich werden.

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