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Stefan Knittel

Homestory: So wohnt eine Wohnsinnige

24.03.2016 um 11:27, Andrea Burchhart
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Retro-Nordisch. Weekend Style zu Besuch bei Hochzeits-Fotografin, Wohn-Bloggerin und Zweifach-Mama Melanie Nedelko in Wien.

Wir besuchen Melanie Nedelko an einem Montagvormittag in ihrer Wohnung in Wien. Unglaublich ruhig ist es, obwohl Hauptbahnhof und Gürtel nicht weit entfernt sind. Die 33-jährige Fotografin, die sich auf Hochzeiten, Paare und Familien spezialisiert hat, wohnt erst seit wenigen Monaten mit ihren zwei Töchtern und ihrem Lebensgefährten Jochen in ihrem neuen Domizil. Veränderungen im Privatleben machten den Wohnungswechsel notwendig. Inzwischen hat sich Melanie in ihrem typisch wienerischen Altbau im dritten Stock schon gut eingerichtet. Und vor allem très chic!

Skandinavisch liebt Retro

Die nebenberufliche Wohn-Bloggerin nutzte den Umzug, um sich von ihren Altlasten zu trennen. Vieles wurde aussortiert. Jetzt umfasst ihr Fundus „nur“ noch ca. 40 Kissenhüllen zum Wechseln. Die Mutter zweier Mädchen, 7 und 9, scheint nun angekommen. Sie weiß, was sie will. „Ab einem gewissen Alter ist man nicht mehr so sprunghaft. Früher wollte ich z. B. alles komplett im Ethno-Style und hatte mich bald daran satt gesehen. Heute weiß ich, was mir wirklich gefällt“, erzählt sie. Natürlich verfolgt sie aktuelle Trends und integriert sie in ihr Interieur und ihren Blog. Aber nicht komplett, nur ausgewählte Stücke.

Stilsicher kombiniert

Mit dem Blog WienerWohnsinn verdient Melanie mittlerweile auch Geld, leben kann sie davon aber nicht: „Es rechtfertigt meinen zeitlichen Aufwand.“ Kooperationen geht sie nur mit Unternehmen ein, die zu ihrem Stil passen. „Bei Landhausmöbeln würden sich meine Leser fragen, was das soll“, ist Melanie überzeugt. No-Gos in Sachen Wohnen sind für die gebürtige Kärntnerin Wände in Gelb, Orange und Hellgrün sowie zu viel helles Holz: „Das sieht schnell aus wie auf einer Almhütte!“ Sonst ist sie für alles offen: Es findet sich ein Mix aus Vintage-Möbel, Ikea, Design- und Charakter-Stücken. Nur Fotos von der Bewohnerin selbst und Bücher sucht man vergeblich. „Ich liebe Bücher, aber dekorativ finde ich sie nicht“, sagt Melanie. Und selbst lässt sich die Fotografin sonst nur von ihrer Tochter ablichten. Für uns machte sie eine Ausnahme.

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