Weihnachtsbäckerei: Der schnelle Weg zum guten Lebkuchen!

Nüsse, Honig, feine Gewürze - Lebkuchen bestehen aus edlen Zutaten, die gut in die kalte Jahreszeit passen. Sie selbst zu backen, ist kein allzu großer Aufwand. Und beim Verzieren können auch Kinder mithelfen.

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Bekömmlich und süß: Lebkuchen Foto: thinkstockphotos.com

"Lebkuchen backen ist kein Hexenwerk", sagt die Autorin und leidenschaftliche Bäckerin Silke Kobr. Bei ihren Elisen-Lebkuchen hält sie sich an das Rezept ihrer Oma. Für etwa 40 Stück gibt sie in eine schaumig gerührte Masse aus sechs Eiern und 400 Gramm Zucker zwei Messerspitzen Nelkenpulver, eine Messerspitze Muskatnuss, zwei Teelöffel Zimt, die abgeriebene Schale von zwei Zitronen und fünf Tropfen Bittermandelöl. Dazu kommen 150 Gramm Zitronat, 50 Gramm Orangeat sowie je 250 Gramm Haselnüsse und Mandeln.

Bekömmlich und süß: Lebkuchen
Bekömmlich und süß: Lebkuchen Foto: thinkstockphotos.com

Auf die richtige Mischung kommt's an

Zu den wichtigsten Zutaten für Lebkuchen gehören die Süßungsmittel Honig oder Zucker und die Gewürze. Robert Schorp, Fachlehrer an der Bundesakademie des Deutschen Bäckerhandwerks in Weinheim, empfiehlt unter anderem Zimt, Nelken, Anis, etwas Kardamom, Koriander, Ingwer und Muskat. Die Mischung dieser Gewürze ist häufig ein streng gehütetes Geheimnis der Bäcker. Wer nicht Geheimnisträger ist, kann zu einem fertigen Lebkuchengewürz greifen. Beim Selbermischen besteht unter anderem die Gefahr, dass die Komposition zu nelkenlastig und damit bitter werde, so Martin Rößler, dessen Elisen-Lebkuchen sich in "Unser bayerisches Backbuch" findet.

Bekömmlich und süß: Lebkuchen
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Schön weich müssen Lebkuchen sein

Vor dem Backen übrigens müssen die Lebkuchen an einem warmen Ort trocken. "Das ist das A und O", betont Kobr. Beim Trocknen bildet sich auf dem Teig eine kleine Haut, die verhindert, dass das Gebäck im Backofen auseinanderläuft. Rößler empfiehlt mindestens zwölf Stunden Trocknungszeit und eine Backzeit, die lieber ein bisschen zu kurz als zu lang ist. Es komme dem Geschmack zugute, wenn der Lebkuchen noch einen kleinen weichen Kern habe, sagt er. Gegessen werden sollte das Backwerk erst einige Tage nachdem es aus dem Ofen gekommen ist. Erst dann ist es richtig weich.

Bekömmlich und süß: Lebkuchen
Bekömmlich und süß: Lebkuchen Foto: thinkstockphotos.com

Buchtipps

Süße Weihnachtsbäckerei (Silke Kobr/Coco Lang, Christian Verlag)

Unser bayerisches Backbuch: Süßes aus der Heimat - Kuchen, Torten und Gebäck von den beliebtesten Konditoren (Südwest Verlag)

Weitere Lebkuchen-Rezepte:

www.gutekueche.at