Tipps für die Schwammerl-Suche: Auf die Pilze, fertig, los!

Gschmackig, gsund und guat! In den Wäldern herrscht wieder Hochsaison für Pilze und Schwammerl. Doch Achtung! Einige Speisepilze haben giftige Doppelgänger. Schwammerl-Experte Dr. Hugo Portisch gibt Tipps für Ihre Pilzsuche.

Schwammerl
Die Schwammerl-Suche geht wieder los Foto: Thinkstock

Welche sind giftig und welche genießbar? Unser Experte Dr. Hugo Portisch gibt praktische Tipps, woran Sie die richtigen Pilze erkennen:

Pilze
Foto: Bernd Wüstneck/dpa

Oben: Grüner Knollenblätterpilz. Giftig!
Hut: 4 bis 12 cm, Farbe veränderlich: grün, gelb bis weiß
Stiel: 6 bis 12 cm
Fleisch: zart, weiß
Giftig. Das Gift des Knollenblätterpilzes ging in die Geschichte ein: Seine berühmtesten Opfer waren Kaiser Karl VI. und der römische Kaiser Claudius. Die grüne Variante ist bereits in kleinen Mengen tödlich.

Wiesen-Champignon
Wiesen-Champignon Foto: thinkstockphotos.com



Oben: Wiesen-Champignon
Hut: 5 bis 10 cm, grau bis weißlich, mittig abgeflacht
Stiel: 4 bis 7 cm
Fleisch: zart, weiß
Gschmackig. Der Wiesenchampignon, auch als Feld- oder Wiesenegerling bekannt, wächst auf Wiesen, Weiden, Koppeln und in Parks.

Pilze
Foto: Getty, Picturedesk

 

Links: Pfefferröhrling. Giftig!
Hut: bis zu 6 cm, orange bis rötlich-braun
Stiellänge: 3 bis 6 cm
Fleisch: zitronengelb
Giftig. Wegen seinem scharfen Fleisch diente der Pfefferröhrling früher zum Würzen. In großen Mengen kann er Magen-Darm-Beschwerden verursachen. Zu finden ist der Pilz im Nadel- und Mischwald.

Rechts: Ziegenlippe
Hut: bis zu 12 cm, gelb-oliv bis oliv-braun
Stiellänge: 3 bis 10 cm
Fleisch: weiß bis gelblich
Gschmackig. Die Ziegenlippe (auch Filziger Röhrling genannt) wächst im ­­Laub- und Nadelwald. Der Pilz-Hut ist anfangs halbkugelig, später gewölbt.

Pilze
Foto: Corbis, Colourbox

Links: Gallenröhrling. Giftig! 
Hut: bis zu 8 cm, halbkugelig, hell- bis dunkelbraun 
Stiellänge: 5 bis 15 cm
Fleisch: fest, weißlich
Ungenießbar. Der böse Zwilling des Steinpilzes ist der Gallenröhrling. Er ist nicht giftig, aber extrem bitter. Schon ein einziger Gallenröhrling kann ein ganzes Pilz-Gericht verderben. 

Rechts: Steinpilz
Hut: bis zu 25 cm, halbkugelig, hell- bis dunkelbraun
Stiellänge: bis zu 20 cm
Fleisch: fest, weißlich
Gschmackig. Der Steinpilz oder Herrenpilz ist der beliebteste Pilz Österreichs. Er wächst in allen Wäldern, gerne auch am Waldrand.

Pilze
Foto: Picturedesk (2)

Links: zitronenblättriger Täubling. Giftig!
Hut: 4 bis 8 cm, rötlich bis violett
Stiellänge: 3 bis 8 cm
Fleisch: weißlich bis gelb
Giftig. Bis November kommt der Zitronenblättrige Täubling massenhaft vor, meist truppweise in Kiefernwäldern. Seine Lamellen sind weiß bis zitronengelb. Er kann leicht mit anderen violetten ­Täublingen verwechselt werden.

Rechts: Frauentäubling
Hut: 6 bis 10 cm, zwischen grün und violett
Stiellänge: 3 bis 8 cm
Fleisch: weiß
Gschmackig. Der Frauentäubling wächst gruppenweise in Laub- und Nadelwäldern, vorwiegend unter Buchen. Der Hut ist anfangs gewölbt, später flach.

Pilze
Foto: Picturedesk (2)

Links: Pantherpilz. Giftig!
Hut: 5 bis 10 cm, braun mit weißen Flöckchen
Stiellänge: 8 bis 12 cm
Fleisch: dünn, weiß
Giftig. Der böse Zwilling des Perlpilzes ist stark giftig. Der Pantherpilz verursacht Übelkeit, Magenkrämpfe und ­Bewusstlosigkeit.

Rechts: Perlpilz
Hut: 5 bis 15 cm, braun mit grauweißen Hüllresten
Stiellänge: 8 bis 15 cm
Fleisch: zart, weiß
Gschmackig. Der Perlpilz kommt in Österreich sehr häufig vor. Genießbar ist er erst nach dem Kochen! Fundorte: in Laub- und Nadelwälder.

Pilze
Foto: Picturedesk, Corbis


Links: Hexenröhrling. Giftig!
Hut: 5 bis 20 cm, halbkugelig, samtig-trockene Fläche
Stiellänge: 8 bis 14 cm
Fleisch: gelblich
Giftig. Der netzstielige Hexen-Röhrling ist roh giftig, gut gekocht aber essbar. Er darf niemals mit Alkohol verzehrt werden: sonst kommt es zu Vergiftungserscheinungen.

Rechts: Maronenpilz
Hut: 5 bis 15 cm, schoko- bis dunkelbraun, glänzend
Stiellänge: 5 bis zu 15 cm
Fleisch: weißlich, fest
Gschmackig. Der Maronenpilz wächst im Nadelwald und ist ein beliebter Speisepilz – leider auch bei Würmern.

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Foto: PULS 4/GERRY FRANK

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