Erfolgreicher Start: So gelingt der Schulbeginn

Typisch für Sechsjährige: Wackelzähne, schlecht verlieren können und auch einmal eine kleine Schwindelei. Doch wie steht es um die Fähigkeiten, die als Schulkind gebraucht werden? Was Ihr Tafelklassler können sollte.

Schultüte
Der Schulstart ist ein einschneidendes Erlebnis im Leben Ihres Kindes. Foto: iStock/Tuned_In/Thinkstock

Am 7. und am 14. September werden sie erstmals ihre neuen Klassenzimmer betreten: Ein neuer Jahrgang Tafelklassler rückt aus den Kindergärten in die erste Klasse vor.  Nicht nur die Kleinen sind aufgeregt, auch viele Eltern fragen sich: Wird mein Sohn, meine Tochter den Anforderungen gerecht? Vielleicht hat man sogar konkrete Defizite bemerkt: Das Kind kann seinen Namen noch nicht schreiben oder hat Probleme mit dem Gleichgewicht. Was tun? Üben ist auch jetzt noch durchaus sinnvoll, meint Erziehungswissenschaftlerin und Lernbegleiterin Dr. Birgit Ebbert. "Wichtig ist, den Kindern die Defizite nicht ständig vor Augen zu führen und sie positiv auf die Schule einzustimmen." Ein gutes Zeichen: wenn Ihr Kind jetzt folgende Dinge beherrscht.

Sich an- und ausziehen

Knöpfe und Reißverschlüsse schließen oder gar Schuhbänder zubinden, will geübt sein. Also lassen Sie es Ihr Kind ruhig allein versuchen – aber in Ruhe. Und wenn es gar nicht klappt? Zum Glück gibt's Klettverschlüsse…

Eigene Adresse kennen

Seine genaue Anschrift (und natürlich den vollen Namen) kennen, vermittelt ein Gefühl der Sicherheit.

Auf einem Bein hüpfen

Die  mittels einer deutschen Studie untermauerte Beobachtung, viele Kinder könnten heute nicht einmal mehr auf einem Bein stehen (geschweige denn hüpfen), sorgte vor einigen Jahren für Aufregung. Grund: viele Kinder bewegen sich einfach nicht genug. Dabei ist ein guter Gleichgewichtssinn sehr wichtig: beim Gehen und Stehen sowieso, aber auch für die Orientierung im Raum.  

Schulmädchen
So macht der Schulbeginn Spaß! Foto: iStock/shironosov/Thinkstock

Nein sagen

Ausgerechnet! Dabei scheinen viele Sechsjährige doch sowieso auf Krawall gebürstet. Alles Mögliche finden sie plötzlich „ungerecht“: keinen Hund haben zu dürfen, früher als der ältere Bruder ins Bett zu müssen. Doch genau diese Fähigkeit – sich selbst zu behaupten und Wünsche zu äußern – ist wichtig, denn es macht ihr Kind weniger anfällig für Grenzüberschreitungen jeglicher Art.

Den Namen schreiben

Einfacher Grund: Die meisten Mitschüler werden das beherrschen. Das Wissen, „ich kann das auch!“ stärkt das Selbstbewusstein.

Sich alleine beschäftigen

Viele Kinder im Vorschulalter sind heute non-stop Animation durch die Eltern bzw. ein straffes Freizeitprogramm gewohnt. Statt Pausen, etwa zwischen Kindergarten und Fußballtraining, mit Fernschauen oder Playstation zu füllen, könnte man diese zu "stillen Zeiten" erklären. 15 bis 30 Minuten sollten drin sein, in denen das Kind alleine Bücher anschaut oder spielt.

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