Pure Ästhetik: Dr. Martin Rhomberg

Der Facharzt für Plastische Chirurgie ist der Ästhetik verpflichtet. Keinesfalls alles, was in der Schönheitschirurgie machbar ist, wird von ihm durchgeführt. Ein Gespräch über Harmonie, natürliche Proportionen und die Möglichkeit, das Wohlbefinden von Menschen durch korrigierende Eingriffe zu steigern.

Dr. Martin Rhomberg
„Ästhetische Chirurgie kann das Wohlbefinden einer Person maßgeblich erhöhen.“ Dr. Martin Rhomberg Foto: walser-image.com

Weekend: Gibt es in der Schönheitschirurgie überflüssige Eingriffe?
Dr. Martin Rhomberg:
Es gibt für mich eine Grenze, zu der ich stehe. Die Harmonie im Erscheinungsbild muss stets gegeben sein. Wenn jemand zu große Brustimplantate wünscht, hat das für mich nichts mehr mit Ästhetik und Natürlichkeit zu tun. Wenn ein Eingriff die Gesundheit beeinträchtigen kann oder eine gewünschte Veränderung nicht zur Person passt, überschreitet dies ebenfalls eine Grenze. Bei mir werden weder Gesäßimplantate und Sixpacks eingebaut noch Wangen mit Implantaten aufgepolstert. Es ist möglich, mit eigenem Fettgewebe zu arbeiten, um einen Volumenmangel zu beheben. Zu mir kommen Menschen, die sich Ästhetik wünschen. Abstruse Wünsche werden von mir nicht verwirklicht.

Weekend: Wie ist die Lage bei ästhetischen Operationen für junge Menschen?
Dr. Martin Rhomberg:
Seit zwei, drei Jahren existiert das Ästhetik-Gesetz, das Operationen unter 16 Jahren verbietet, und zwischen 16 und 18 Jahren nur unter bestimmten Bedingungen vorsieht. Die Patienten müssen körperlich und geistig ausgereift sein. Meine jüngsten Klienten sind meistens bereits ca. 20 Jahre alt. In diesem Alter betreffen die Wünsche vor allem eine schöne Brust oder die Korrektur der Nase.

Weekend: Ab wann ist eine Schönheits-OP medizinisch indiziert?
Dr. Martin Rhomberg:
Wenn eine Frau es nicht mehr wagt, sich vor ihrem Mann auszuziehen oder mit ihren Kindern ins Schwimmbad zu gehen, dann ist das für mich schon eine sehr triftige Indikation. Ästhetische Eingriffe ohne medizinische Indikation führe ich keine durch. Das Selbstwertgefühl kann durch ästhetische Eingriffe ansteigen. Die Psychologie ist ohnedies immer im Spiel: Wir rechnen mindestens eine Stunde ein, um die Patienten zu beraten, aufzuklären und gegebenenfalls Alternativen aufzuzeigen. Eine Fettabsaugung zum Beispiel dient nicht der Gewichtsabnahme, sondern der Beseitigung von Problemzonen wie Reiterhosen. Bei alleinigem Übergewicht helfen nur Sport und Diät.

Weekend: Sind moderne Eingriffe „sanfter“?
Dr. Martin Rhomberg:
In der ästhetischen Chirurgie werden verstärkt ambulante Eingriffe – zum Beispiel ein Facelifting in örtlicher Betäubung, bei dem man nach wenigen Stunden wieder entlassen wird – vorgenommen. Bei fast allen unseren Operationen sind die Patienten nach 24 Stunden wieder daheim. Wenn das erhoffte Ergebnis passt, sind die Patienten glücklicher. Das ist ja das Schöne, aber auch Verantwortliche an meinem Beruf: Zu mir kommen gesunde Menschen und verlassen meine Praxis als gesunde Menschen, die sich noch wohler in ihrem Körper fühlen!

Dr. Martin Rhomberg
„Ehrlichkeit ist das oberste Gebot, falsche Versprechungen fallen immer auf einen zurück.“ Dr. Martin Rhomberg Foto: walser-image.com

ZUR PERSON: Dr. Martin Rhomberg

  • Jahrgang 1965, verheiratet, 2 Kinder
  • Werdegang: Sportgymnasium, Medizin­studium Innsbruck, Studienaufenthalte USA, Promotion 1991, Facharzt für Plastische Chirurgie an der Universitätsklinik Innsbruck, Assistenzarzt auch auf der Gefäßchirurgie, Kinderchirurgie und Allgemeinchirurgie. Wissenschaftliche Tätigkeit.
  • Seit 2003 führt er die eigene Praxis im Steinebach in Dornbirn
  • Hobbies: Tauchen, Segeln, Reisen

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