"Fleisch-Festival": Chinesin kauft 100 Hunde, um sie vor dem Tod zu retten

Für uns kaum vorstellbar, in China aber bittere Realität: Dort werden beim jährlichen "Hundefleisch-Festival" unzählige Haustiere getötet, um anschließend verspeist zu werden. Eine 65-Jährige Frau hat nun 100 Hunde vor diesem Schicksal bewahrt.

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Diese Frau gehört wohl zu den engagiertesten Tierschützern Chinas Foto: STR/AFP/Getty Images

Eine pensionierte Lehrerin aus China hat vergangene Woche 100 Hunden das Leben gerettet, indem sie umgerechnet fast 1000 Euro für sie bezahlte. Hintergrund war das jährlich stattfindende "Hundefleisch-Festival" in der chinesischen Stadt Yulin. Yang Xiaoyun nahm eine Strecke von über 2000 Kilometern auf sich, um von ihrer Heimatstadt Tianjin dorthin zu gelangen.

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Yang konnte 100 Hunden das Leben retten Foto: STR/AFP/Getty Images

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Hier bezahlt die 65-Jährige gerade für die Hunde Foto: STR/AFP/Getty Images

Verprügelt, gehäutet und gekocht

Das Verspeisen von Hundefleisch ist tief in der Geschichte Chinas verankert und per Gesetz legal. Laut Angaben der in Washingtoner "Human Society" werden jährlich zehn Millionen Hunde in China für den Verzehr getötet. Das grausame "Festival" wurde erst 2009 ins Leben gerufen und lockt mittlerweile unzählige Touristen in den Süden Chinas. Bevor die hilflosen Tiere verspeist werden, müssen sie schreckliche Qualen über sich ergehen lassen. Die Hunde werden in Käfigen zusammengepfercht und laut Tierschützern zu Tode geprügelt, bevor sie gehäutet, gekocht und gegessen werden. Weil viele bei der Ankunft im Ort noch Halsbänder tragen, befürchtet man, dass sie gestohlen wurden.

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Nicht nur Tierschützern dreht es bei diesem Anblick den Magen um Foto: JOHANNES EISELE/AFP/Getty Images

Yang hat 100 Hunden dieses Schicksal erspart und ihnen ein neues Leben geschenkt. Seit 1995 rettet die 65-Jährige regelmäßig Tiere – alles begann mit einem Katzenbaby, welches sie vor dem Ertrinken bewahrte. Vier Jahre später gründete sie ein Tierheim namens "Common Home for All". Über 1.500 Hunde und 200 Katzen haben dort mittlerweile Zuflucht gefunden. Sie und viele andere Einwohner Chinas werden weiterhin gegen das "Hundefleisch-Festival" protestieren. Erst vor Kurzem hat man mit einer Petition auf der Internetseite change.org 3,8 Millionen Unterschriften gesammelt, um das Ende der jährlichen Veranstaltung zu fordern. Die chinesische Regierung zeigt sich bisher offensichtlich unbeeindruckt...