Experiment: In diesem Fall betrügen wir alle am ehesten!

Kleine Notlügen und Ausreden hat jeder! Die Gründe dafür sind unterschiedlich, aber häufig möchte man unnötigen Diskussionen aus dem Weg gehen oder die andere Person schützen.

Nase.jpg
Auch Sie lügen in dieser Situation! Foto: EzumeImages/ Thinkstock

Interessant ist jedoch, in welcher Situation wir am ehesten lügen und betrügen. Vereinfacht ausgedrückt: Wenn das Ende einer Lebensphase oder Aufgabe naht, schummeln wir mit großer Wahrscheinlichkeit. Damit Sie diesen Kausalzusammenhang verstehen, folgendes psychologische Experiment.

Kopf oder Zahl?

Psychologen haben ein Experiment durchgeführt, indem freiwillige Versuchsteilnehmer aufgefordert wurden, zu Hause eine Münze zu werfen. Ob Kopf oder Zahl konnte natürlich nicht überprüft werden – den Probanden wurde also viel Betrugsfreiheit eingeräumt. Vor jedem Wurf mussten sie via Internet angeben, worauf sie wetten und danach bescheid geben, ob sie richtig getippt hatten oder nicht. Bei richtigem Tipp gab es natürlich eine kleine Geldsumme. Eine Gruppe musste sieben Mal, die andere zehn Mal wetten. 

liar.jpg
Foto: TatyanaGI/ Thinkstock

Letzte Runde als Lügenexplosion

Statistisch gesehen liegen wir bei einer derartigen Wette zu 50 Prozent richtig, was sich in der ersten Runde des Experiments auch erwiesen hat. Die Teilnehmer waren also zum Großteil ehrlich. Bei der jeweils letzten Runde beider Gruppen dann die Unehrlichkeit, wobei zwei Drittel der Spieler den Geldpreis einheimsten.  

Die letzte Chance zur Unsittlichkeit

Dieses Phänomen lässt sich so ziemlich auf jeden Lebensumstand umwälzen, auch auf die Liebe. Ist man seinem Partner immer treu gewesen und hat das Gefühl, einer letzten Chance (zur Unsittlichkeit) gegenüberzustehen, betrügen wir mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit. Vor allem, wenn jemand bereits das Ende einer Beziehung spürt, geht eher fremd. Wissenschaftler gehen dabei von der menschlichen Angst aus, später zu bereuen, es nie getan zu haben. 

Lüge.jpg
Auch Sie lügen in dieser Situation! Foto: Slphotography/ Thinkstock

Mehr zum Thema: