Eiweißlieferanten: Soja-Bohnen aus österreichischem Anbau im Trend

In Österreich werden jährlich rund 25.000 ­Hektar Soja angebaut. Die Anbaugebiete liegen im ­Burgenland und in Oberösterreich, sowie in­ Nieder­österreich, Kärnten und der Steiermark. Die Eiweißqualität ist mit jener von tierischem Eiweiß vergleichbar.

Soja
Sojabohnen enthalten etwa 20 Prozent Öl und 37 Prozent Eiweiß. Foto: thinkstockphotos.com

Ursprünglich stammt die kleine Wunderbohne aus Ostasien. Soja galt neben Weizen, ­Gerste, Reis und Hirse als eines der fünf heiligen Körner. Angebaut werden Sojabohnen nun seit mehr als 3.000 Jahren. Aufgrund des hohen Eiweißgehalts und des hochwertigen Eiweißes ist Soja inzwischen ein entscheidender Faktor in der Ernährung gesundheitsbewusster Menschen. Auch wirtschaftlich hat es die Bohne in sich: Auf dem Weltmarkt für Ölsaaten (ohne Ölpflanzen) hat die Sojabohne mit mehr als 55 Prozent den größten Marktanteil und einen volkswirtschaftlichen Wert von knapp 50 Milliarden US-Dollar. In Österreich werden jährlich rund 25.000 Hektar Soja angebaut.

Merkmale

Die Sojabohne ist eine einjährige Pflanze, nur 20 bis 80 Prozent der Blüten setzen Hülsen an. Sojabohnen enthalten etwa 20 Prozent Öl und 37 Prozent Eiweiß. Die Eiweißqualität ist mit jener von tierischem Eiweiß vergleichbar. Direkt von Menschen konsumiert werden allerdings nur etwa zwei Prozent der weltweit geernteten Sojabohnen. Der überwiegende Anteil der Sojaernte wird zur Sojaölgewinnung eingesetzt, das vor allem als Lebensmittel, aber etwa auch für die Produktion von Biodiesel verwendet wird. Der verbleibende Sojakuchen wird zu 98 Prozent in der Tierproduktion verfüttert.

Gesund und lecker

Tofu, ­Sojamilch, Miso, Sojajoghurt und Sojacreme sind die bekanntesten Lebensmittel aus der kleinen Bohne mit dem schwarzen Punkt. Viele Stu­dien belegen, dass Sojabohnen quasi als vegetarische Variante der eierlegenden Wollmilch-Sau gelten. Denn sowohl die Vielzahl der aus der Sojabohne gewonnenen Produkte, wie die Inhaltsstoffe der zur Familie der Hülsenfrüchtler stammenden grünen Bohne sind beachtlich. Neben ihrem außergewöhnlich hohen Eiweiß- und Ölgehalt enthält sie rund 35 Prozent Kohlenhydrate, sowie viele wichtige Enzyme. Als besonders wertvoll gilt die Sojabohne auch wegen ihres hohen Gehalts an sogenannten Phytoöstrogenen: jenen sekundären Pflanzenstoffen, die eine ähnliche chemische Struktur aufweisen wie das weibliche Hormon Östrogen. Im Zusammenhang mit genetisch verändertem Soja wird allerdings immer wieder zu Achtsamkeit geraten.

Heimisch

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Die Firma "Joya" bietet zahlreiche Soja-Produkte an. Foto: Joya

Wer Wert auf heimische Produkte legt, ist beispielsweise mit der Firma Joya gut beraten: Das Soja wird in Österreich ausgesät und geerntet. Die Weiterverarbeitung findet im Inland statt: In Oberwart werden täglich bis zu 90.000 Liter Soja-Getränke produziert, jährlich verlassen 50 Millionen Liter Soja-Getränke und Soja-Joghurts die Produk­tionsstätten. "Die gesamte Wertschöpfung für unsere Soja-Drinks und Joygurts findet in Österreich statt", so Wolfgang Goldenitsch, Geschäftsführer von Joya.

Gute Küche

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