Kevin & Karli: Wie heißt der Durchschnitts-Österreicher?

Darf man den Nachwuchs Pumuckl oder Sonne nennen? Ist Hofmann-Mayr-Pichler-Lechner ein zulässiger Name? Und wie lange dürfen sich die Eltern eigentlich Zeit lassen, ihr Baby beim Namen zu nennen? Wir haben die Antworten!

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Nomen es Omen - wie heißt der Durchschnittsösterreicher? Foto: Colourbox

Was kostet ein neuer Familienname?

Liegt ein Grund vor (lächerliche, anstößiger, unaussprechlicher Name) kostet der Antrag 14,30 Euro. Ein Wunschname schlägt mit 545,60 Euro zu Buche.

Sind Eltern von Lenya-Jorien und Sky Leif-Morten Anhänger des Chantalismus?

Definitiv! Chantalismus bzw. Kevinismus bezeichnet „die krankhafte Unfähigkeit, menschlichem Nachwuchs menschliche Namen zu geben.“ Die favorisierten Namen sind mindestens Doppel-, gerne auch Dreifachnamen, und kombinieren Neuschöpfungen mit angloamerikanischen und frankophilen Vornamen. Oft gratis dazu: Eine spannende Rechtschreibung!

Wie oft kann ich meinen Namen ändern?

Heiraten ist uneingeschränkt oft möglich. Bei Änderung in einen bloßen „Wunschnamen“ gibt es eine zehnjährige Sperrfrist.

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Welche Namen sind verboten?

Pfefferminz und November geht (noch) nicht: Der Vorname muss dem Geschlecht zuordenbar sein und in einem Kulturkreis gebräuchlich sein. Hier sind Bestätigungen von den Botschaften der jeweiligen Länder Pflicht. Schlechte Karten für Pumuckl & Co.

Wie lange darf ein Baby ohne Namen sein?

40 Tage haben Eltern Zeit einen Namen anzugeben. Sonst bestimmt das Pflegschaftsgericht.

Können sich Doppelnamen duplizieren?

Wenn beide Ehepartner ledig einen Doppelnamen geführt haben, dürfen sie aus diesen Namen maximal zwei neu zusammenstellen. Aus Wagner-­Huber, Mayr-Müller wird z. B. Wagner-Müller.

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Wie heißt der Durchschnitts-Österreicher?

Der häufigste Namen bei den Männern ist Johann Gruber, bei den Frauen Maria Gruber. Sie kennen keine? Dann bestimmt eine Maria mit dem Nachnamen Huber, Wagner, Müller oder Pichler – damit wären die Top 5 komplett.

Was sind die beliebtesten Vornamen 2013?

17 Jahre lang war Lukas die Nummer 1 bei Buben. Jetzt wurde die Serie gebrochen, Tobias ist da. Er hat gute Chancen, mit einer Anna in der Klasse zu sitzen. Oder zwei, oder drei: 2,6 Prozent aller Mädchen wurden so genannt.

Machen einem bestimme Namen das Leben schwer?

Eine Studie der Universität Oldenburg hat ergeben, dass Pädagogen Kinder aufgrund ihrer ­Namen einstufen. Top: Sophie, Marie, Alexander, ­Maximilian. Flop: Chantal, Mandy, Justin oder Kevin. Vorgesetzte und Kreditgeber denken ähnlich!

Wer darf einen Künstlernamen führen?

Im öffentlich-rechtlichen existieren sie nicht, im Privaten steht es jedem frei, ob Künstler oder nicht, sich jedes belie­bigen Namens zu bedienen.

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BRIAN A. JACKSON/ISTOCK/THINKSTOCK
Foto: Weekend Cover Nr. 19/2014

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