Von wegen leicht! 10 Lebensmittel, die mehr Kalorien haben, als ihr denkt

Nüsse, Smoothies, Vollkornbrot: Wer diese Lebensmittel zu sich nimmt, geht davon aus, seiner Figur etwas Gutes zu tun. Doch Vorsicht! Bei diesen zehn "leichten" Snacks gerät der Zucker- und Kalorienanteil häufig in Vergessenheit.

Sushi
Diese Snacks sind wahre Kalorien-Fallen. Foto: Thinkstock

Klar, wer sich von Fastfood und Softdrinks nährt, nimmt schnell zu. Doch auch bei figurbewusster Ernährung ist Vorsicht geboten. Viele als gesund deklarierte Lebensmittel sind eigentlich versteckte Dickmacher. Wir stellen euch zehn "leichte" Snacks vor, die mehr Kalorien haben, als ihr vielleicht denkt.

1. Nüsse

Nüsse
Nüsse sind gesund, aber fettreich. Foto: Thinkstock

Nüsse enthalten wichtige essentielle Fettsäuren und sind gesunde Energielieferanten. Dennoch sollte man bei Nüssen nicht über die Strenge schlagen: Der hohe Fettgehalt macht die Schalenfrüchte zu wahren Kaloriebomben. 100 Gramm Pekannüsse enthalten zum Beispiel 703 Kalorien. Die Portionen also auf maximal eine Handvoll pro Snack reduzieren!

2. Smoothies

Smoothies
Smoothies: Gesunde Zuckerfallen Foto: Thinkstock

Klar. Ein Smoothie ist gesünder als ein Glas Cola. Viele Fertig-Smoothies aus dem Supermarkt sind aber nicht nur versteckte Zucker-Bomben, sie sind meist auch mit künstlichen Aromen versetzt. Also besser selber machen. Wer abnehmen will, sollte bei rund 122 Kalorien pro 250 Milliliter seinen Smoothie-Verzehr aber generell in Grenzen halten und stattdessen häufiger ungesüßten Tee trinken.

3. Caramel Macchiato & Co.

Kaffee
Ein Kaffee mit Sirup und Sahne kann kalorienmäßig Mittagessen ersetzen. Foto: Thinkstock

Kaffee an sich hat nicht viele Kalorien. Wer seinen Coffee aber regelmäßig mit extravaganten Sirups, Schlagsahne und Zucker genießt, der soll sich nicht wundern, wenn die Waage bald mehr anzeigt: So hat ein kleiner "Gingerbread"-Latte vom "Starbucks" rund 250 Kalorien, während ein "White Chocolate Mocha" schon 400 Kalorien zählt – und damit getrost als Hauptmahlzeit durchgehen könnte.

4. Müsli- und Protein-Riegel

Müsliriegel
Süße Müsliriegel sind alles andere als gesund. Foto: Thinkstock

Prinzipiell ist es auf jeden Fall gesünder, zum Müsliriegel statt zum Schoko-Bar zu greifen. Doch Vorsicht! Müsli-Riegel haben pro 100 Gramm rund 470 Kalorien. Auch die vor allem unter Sportlern beliebten Energie-Riegel sind als kleiner Snack für Zwischendurch ebenfalls ungeeignet. Mit rund 400 Kalorien pro 100 Gramm und einem hohen Anteil an Kohlenhydraten sind Protein-Riegel also eher dazu da, beim Sporteln schnell an Nährstoffe zu gelangen.

5. Sushi

Sushi
Vorsicht bei Sushi aus dem Supermarkt! Foto: Thinkstock

Sushi gilt für gewöhnlich als kalorien- und äußerst fettarm. Außerdem liefert der Fisch wichtiges Eiweiß und der Reis sättigt nachhaltig. Die Nori-Algen, die das Sushi oft umhüllen, sind ebenfalls tolle Proteinlieferanten und enthalten so gut wie kein Fett. Aber Achtung bei Fertig-Sushi, das manchmal auch Mayonnaise beinhalten kann. Was die Wenigsten wissen: Eine Sushi-Box aus dem Supermarkt kann bis zu 750 Kalorien enthalten.

6. Dressing

Dressing
Fettreiches Dressing kann den gesunden Wert von Salat mindern. Foto: Thinkstock
Durch fettreiches Dressing kann Salat seine gesunde Wirkung verlieren. Vor allem Dressings mit Mayo sind versteckte Fettmacher, aber selbst ein Joghurt-Dressing kann pro Esslöffel schon mal bis zu 100 Kalorien enthalten. Besser zu einem leichten Dressing aus Olivenöl und Zitronensaft greifen oder mageres Joghurt verwenden. Vorsicht auch bei Balsamico-Essig: Günstige Varianten werden aus dem Essig von Weißwein gewonnen und werden dann mit Karamell gefärbt. Oft kommen verdickende Stoffe wie Maisstärke hinzu.

7. Vollkornbrot

Vollkornbrot
Auch Vollkornbrot beinhaltet Zucker. Foto: Thinkstock

Vollkornbrot ist auf jeden Fall gesünder als Weißbrot – das steht außer Frage. Kalorienärmer ist es aber dadurch nicht. Vollkornbrot enthält wie die weiße Variante ebenfalls Zucker. Experten zufolge erhöhen zwei Scheiben Vollkornbrot die Blutzuckerwerte um mehr als zwei Teelöffel Tafelzucker. Zusätzlich kommt hinzu, dass viele als "Vollkorn" deklarierten Brotsorten eigentlich ein Mix aus Vollkornweizen und Zucker sind. Gleiches gilt für Vollkornnudeln, deren typischer Braunton nur zu oft lediglich durch die Beigabe von Karamell erzeugt wird. Besser auf Nummer sicher gehen und vollwertige Vollkornprodukte kaufen.

8. Trockenfrüchte

Trockenfrüchte
Trockenfrüchte: Vorsicht Fruchtzucker! Foto: Thinkstock

Trockenfrüchte sind eine gesunde Alternative zu Bonbons & Co. und gelten eigentlich als Powerfood. Doch die getrockneten Früchte sind oft nicht kalorienarm. Schuld ist der Fruchtzucker. Wird den Früchten das Wasser während des Trocknungsprozesses entzogen, bleibt dieser hochkonzentriert zurück. Besser zu frischem Obst greifen.

9. Müsli

Müsli
Müsli am besten selbst mischen. Foto: Thinkstock

Dass süße Schoko-Flakes und bunte Honig-Popps einen hohen Kaloriengehalt haben, ist klar. Doch auch viele Müslisorten sind wahre Zuckerfallen. Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte die Zutatenliste studieren und nur zu Produkten ohne zugesetzten Zucker, Schokolade oder süßen Crunchies greifen. Oder ihr mixt euer Frühstücksmüsli einfach selbst!

10. Obst- und Gemüsesäfte

Apfelsaft
Frucht- und Gemüsesäfte besser verdünnen. Foto: Thinkstock

Vorsicht auch vor Frucht- und Gemüsesäften! Für gewöhnlich essen wir ja auch keine fünf Äpfel oder Birnen auf einmal. So ein Apfelsaft zum Beispiel kann aber ganz schön viel Zucker enthalten. Auch Gemüsesäfte aus dem Supermarkt können bis zu 12 Teelöffel Zucker pro Flasche enthalten. Frucht- und Gemüsesäfte deswegen besser mit Wasser mischen und am besten selbst pressen.

Fazit: Gesunde Snacks sind Schoko & Co. auf jeden Fall vorzuziehen. Man sollte aber nicht nur auf Qualität beim Einkauf setzen. Als "leicht" deklarierte Lebensmittel gehören darüber hinaus vernünftig portioniert – damit aus dem "Healty Imbiss" keine fiese Kalorienbombe wird.

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