Sechs Regeln: Kalorienfallen geschickt umgehen!

Das Hamsterrad: Man isst und isst, wird nie richtig satt. Die Kalorien summieren sich, die Kilos auch. Ernährungswissenschaftlerin Alexandra Borchard-Becker gibt Tipps, um schlank durch den Tag zu kommen!

Nicht alles, was gesund ist, macht auch glücklich - Cover
Nicht alles, was gesund ist, macht auch glücklich Foto: thinkstockphotos.com

1. Nicht mit leerem Magen aus dem Haus

Wer zu Hause nicht frühstückt, den überkommt irgendwann der Hunger. "Die Speicher sind von der Nacht leer, man sollte dem Körper daher etwas anbieten", sagt Ernährungswissenschaftlerin Alexandra Borchard-Becker. Doch nicht jeder kann oder mag frühmorgens schon etwas essen. "Man sollte wenigstens etwas Sättigendes trinken", rät sie. Das könne ein Kakao sein, ein Trinkjoghurt, Buttermilch oder zart schmelzende Haferflocken in Milch. Auch eine Banane ist gut.

Nicht alles, was gesund ist, macht auch glücklich
Nicht alles, was gesund ist, macht auch glücklich Foto: thinkstockphotos.com

2. Jause mitnehmen

Um bei einer Hungerattacke nicht zu kalorienhaltigen Snacks vom Bäcker an der Ecke zu greifen, empfiehlt die Ernährungsexpertin, sich "so weit es geht selbst zu versorgen". Das heißt: zu Hause belegte Brote aus Vollkorn mit fettarmem Käse oder magerer Wurst sowie Obst und Gemüse nach Saison einpacken. Belegte Brötchen oder Weckerl vom Bäcker oder Coffeeshop sind oft mit einer mayonnaiseartigen Creme bestrichen und fettem Käse oder fettem Aufschnitt wie Salami belegt. "Helles Gebäck macht außerdem nicht so satt wie Vollkornprodukte", erläutert sie.

Nicht alles, was gesund ist, macht auch glücklich
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3. Die richtige Wahl im Coffeeshop

Wer sich unterwegs einen Milchkaffee oder einen Cappuccino holt, kann ihn oft mit fettarmer Milch zubereiten lassen. Und wer bei den Backwaren nicht widerstehen kann, greift besser zu einem Milchbrötchen als zu einem Croissant. "Croissants sind Fettbomben", sagt Borchardt-Becker. Sie haben etwa 300 Kalorien (kcal) und 16 Gramm (g) pro Stück, ein Milchbrötchen nur etwa 140 kcal und 4 g Fett.

Nicht alles, was gesund ist, macht auch glücklich
Nicht alles, was gesund ist, macht auch glücklich Foto: thinkstockphotos.com

4. Vorsicht vor Fettfallen beim Mittagessen

In Kantine sollte immer eine große Portion Gemüse oder Salat Vorrang vor allen anderen Speisen haben, betont die Expertin. Von fetthaltigem Essen wie gebackenem Fisch oder Fleisch mit Pommes Frites rät sie ebenso ab wie von "undefinierbaren Soßen". So bringt es eine Bratwurst mit Kartoffelsalat mit Mayo-Dressing auf 580 kcal und 50 g Fett, ein Schweinsschnitzel natur mit Salzkartoffeln auf nur 270 kcal und 3 g Fett. Organisierte Menschen kochen zu Hause immer etwas mehr und nehmen sich die Reste dann mit zur Arbeit. Für ein schnelles, leichtes Mittagessen regt sie an: in der Büroküche eine Gemüsesuppe mit kochendem Wasser zubereiten und daheim gekochte Pasta oder Reis hineingeben.

Wiener Schnitzel: eine kulinarische Institution in Österreich
Wiener Schnitzel: eine kulinarische Institution in Österreich Foto: thinkstockphotos.com

5. Vorsicht bei Snacks!

Ein Kaffee und Süßes helfen vielen Menschen nachmittags über ein Tief hinweg. "Da kommt es absolut auf die Menge an", sagt Borchardt-Becker. "Wenn ich es nicht schaffe, mich zu begrenzen, dann kaufe ich am besten nur kleine Portionen, einen kleinen Schokoriegel etwa." Wer Appetit auf Kuchen hat, nimmt möglichst kein Stück Cremetorte (550 kcal/37 g Fett) oder einen Muffin (400 kcal), sondern Obstkuchen (330 kcal/5,3 g Fett). "Oder Obst und ein paar Butterkekse." Diese haben pro Stück nur 20 kcal, während American Cookies oder schokogefüllte Kekse es auf 100 kcal pro Stück bringen. Auch Gummibärchen sind mal okay: Sie enthalten zwar viel Zucker, aber kein Fett. Trockenfrüchte liefern neben Süße sogar noch Vitamine.

Schlafen ist die beste Medizin
Schlafen ist die beste Medizin Foto: thinkstockphotos.com

6. Abends nicht reinhauen

"Abends sollte man das einplanen, was am Tag zu kurz gekommen ist", rät die Expertin. Das bedeutet zum Beispiel, einen frischen Salat mit vorgekochten Kidney- oder weißen Bohnen oder Gemüse zuzubereiten. Kommt das aus der Tiefkühltruhe, sollte es kein "Buttergemüse" sein oder schon samt Soße aus der Packung kommen. "Gemüse ist kalorienarm und macht satt und ist neben Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten der ideale Partner zum Abnehmen", sagt sie. Und wer dann noch Lust und Zeit hat, macht noch einen Spaziergang. Denn zum Abnehmen und Halten des Gewichts ist auch Bewegung unerlässlich.

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