Schrödingers Katze: Das verrückteste Gedankenexperiment aus der Physik

Heute wäre der österreichische Begründer der Quantenmechanik Erwin Rudolf Josef Alexander Schrödinger 127 Jahre alt geworden. Schrödinger erhielt für die Entdeckung neuer produktiver Formen der Atomtheorie 1933 den Nobelpreis für Physik. Sein wohl bekanntestes Gedankenexperiment ist Schrödingers Katze. Der Versuch einer Erklärung.

Schrödingers Katze
Schrödingers Katze Foto: picturedesk.com

Bei Schrödingers Katze handelt es sich um ein Gedankenexperiment aus der Physik, das 1935 von Erwin Schrödinger vorgeschlagen wurde.  Das Experiment fingiert, dass sich in einem geschlossenen Raum ein instabiler Atomkern befindet, der innerhalb einer bestimmten Zeitspanne mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit zerfällt. Der Zerfall des Atomkerns wird von einem Geigerzähler gemessen. Im Falle einer solchen Messung wird Giftgas freigesetzt, das eine im Raum befindliche Katze tötet.

Gemäß der Quantenmechanik lassen sich beispielsweise instabile Atomkerne durch einen Überlagerungszustand aus den Zuständen „noch nicht zerfallen“ und „zerfallen“ beschreiben. Schrödinger schlägt nun vor, dass – wenn die Quantenphysik auch auf makroskopische Systeme anwendbar wäre – sich auch die Katze im Zustand der Überlagerung befinden müsste, so lange niemand den abgeschlossenen Raum öffnet und den Zustand der Katze überprüft. Sie wäre also lebendig und gleichzeitig tot. Diese Schlussfolgerung erscheint paradox.

Nichts verstanden? Prof. Harald Lesch kann helfen:

 

 

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