SC Wiener Viktoria: Fußball sozial

Fußball sozial. Der kleinste gemeinsame Nenner: ein Ball. Fußball-Narrische aus 34 Nationen kicken beim SC Viktoria. Soziales Engagement trifft hier auf Sportsgeist. Passt sehr gut!

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Einer für alle, alle für einen!  Foto: Wiener Viktoria

Was haben Sänger Roman Gregory, Professor Dr. Otto Lesch und Bundeskanzler Werner Faymann gemeinsam? Sie alle jagten die Wuchtel über den Rasen, und zwar im 12. Bezirk. Das Leder, das die Welt bedeutet, hat in Meidling Tradition: In der Oswaldgasse ist der legendäre SC Wiener Viktoria zuhause. Der Club steht seit Jahrzehnten für sportliches Engagement. Aber nicht nur das: Er will mehr sein als „nur“ ein Fußballverein. In Meidling geht es um Teamgeist – und zwar für alle.

Sozial und engagiert

Der Meidlinger Traditionsverein setzt auf gezielte Nachwuchsförderung. Die geht weit über die Markierungen des Spielfeldes hinaus: Oberstes Prinzip ist es, jedem Kind, unabhängig von Alter, Herkunft, Religion, finanzieller Situation der Familie oder fußballerischen Fähigkeiten Sport zu ermöglichen. Derzeit spielen circa 450 Kinder und Jugendliche aus 34 Nationen in den 22 Nachwuchsmannschaften des SC Viktoria. Im Jahr 2012 wurde „VIK Sozial – Verein für soziale Integration und Intervention“ vom Fußballverein SC Wiener Viktoria gegründet. Engagiert für jene, die Hilfe brauchten, hatte man sich schon jahrzehntelang vorher. Jetzt bekam das Kind einen Namen. Auch über die Stadtgrenzen hinaus bekannt ist das „Obdachlosenprojekt“, das es in dieser Form seit 2009 gibt. In den Wintermonaten öffnet der Verein seine Räumlichkeiten für obdachlose Menschen, die dort schlafen und die sanitären Einrichtungen nutzen können. In vier Kabinen haben zwischen 15 und 20 Personen Platz, ein Betreuer ist ebenso anwesend. Das Projekt wird in Kooperation mit der Vinzi-Rast durchgeführt.

Gratis Angebote

Viele Angebote des VIK Sozial sind gratis, wie die Deutschkurse (mittwochs 16 bis 18 Uhr), die unbürokratische Sozialberatung und die Suppenausschank. Neben der sportlichen Jugendarbeit bietet der Verein eine Gewalt- und Suchtmittelprävention an. Den jungen Menschen in jeder Lebenslage beistehen, Hinschauen, nicht Wegschauen lautet das Credo. Nach dem Meistertitel 2013 und dem Aufstieg folgte die Ernüchterung: zurück in die Stadtliga, dann Platz 12. Heuer will man unter die Top-5. Mit Rade Djokic, Christoph Ungerböck, Kevin Bangai und Alen Selmanovic wurden Leistungsträger aus der Vergangenheit zurück nach Meidling geholt. Und auch wenn es mit dem Aufstieg nicht klappen sollte, der SC Wiener Viktoria ist mit seiner Philosophie und seinem Engagement immer top platziert. „Ich bin stolz den Verein SC Wiener Viktoria leiten zu dürfen und gleichzeitig dem Klub ein Gesicht zu geben und Sozialarbeit mit Sport zu verbinden“ ist Obmann Roman Zeisel stolz.

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