Wale, Natur & Mythen: Erleben Sie die Magie der unberührten Färöer Inseln

Wale, Natur und Mythen - wer auf die Färöer Inseln im Nordatllantik reist, kommt um diese Themen nicht herum. Außer, er seilt sich ab und genießt die wilde Abgeschiedenheit der Inseln auf einer ausgiebigen Wanderung durch malerische Landschaften.

Färöer Inseln bieten eine wunderschöne Landschaft
Die Färöer-Inseln locken mit unberührter Natur. Foto: APA (dpa-tmn)

Das Restaurant "Koks" befindet sich im Vier-Sterne Hotel "Føroyar" in der Hauptstadt Tórshavn. Die mit etwa 20.000 Einwohnern eine der kleinsten Hauptstädte der Welt liegt am südlichen Ende von Streymoy. Im "Koks" serviert Leif Sørensen den Fang aus dem Atlantik. "Wir essen Walfleisch auf die gleiche Weise wie vor 100 Jahren", sagt der Koch. Damals waren die Bewohner der Färöer Inseln auf Walfang angewiesen: "Hätten wir keine Wale gefangen, hätten wir hier auf den Inseln nicht überlebt."

Autonome Inselgruppe

Restaurant Koks
Edel: Das Restaurant "Koks". Foto: koks.fo

Früher kamen nur zwei Fähren mit Getreide pro Woche aus dem Mutterland Dänemark. Die 18 Inseln im Nordatlantik zwischen Schottland und Island gehören politisch noch immer zu Dänemark. Seit 1948 sind sie eine autonome Region innerhalb des dänischen Königreichs - mit einem eigenen Parlament und Ministerpräsidenten.

Malerische Landschaften

Schroffe Klippen begrenzen Gásadalur im Westen zum Meer, im Norden, Osten und Süden umzingeln steile Berge die kleine Ortschaft - nicht selten verschwinden deren Kämme in dichten Wolkenschwaden: Das macht den Ort atemberaubend schön und atemberaubend einsam zugleich.

Färöer
Wolken-verhüllte Insel. Foto: thinkstockphotos.com

Um zum nächsten Dorf zu gelangen, muss man über den südlichen Berg Rógvukollur auf 464 Meter Höhe. 2006 wurde der Tunnel durch eben diesen fertiggestellt. Seitdem hat Gásadalur eine Straßenanbindung. Auf Wanderer übt die alte Postroute noch immer eine große Anziehung aus. Dabei sollten sie nicht unbedacht durch die färöische Natur wandern. Denn hier wimmelt es von mythischen Wesen. Die "huldufólk", die Frau mit den feuerroten Locken, fährt oft aus Tórshavn heraus, um zu wandern - manchmal allein, manchmal hat sie Touristen dabei. Das "huldufólk", die "Versteckten", ist den Menschen sehr ähnlich.

Färöer
Die Färöer-Inseln locken mit unberührter Natur. Foto: thinkstockphotos.com

Die Lehrerin deutet auf einen Stein, der vom "huldofólk" bewohnt wird. Die Färinger würden hier einen Becher Milch stehen lassen, um das Wohlwollen der Versteckten zu erlangen. Die Mythen sind in der färöischen Kultur noch immer sehr lebendig. Als vor wenigen Jahren eine Straße nahe der Kathedrale inmitten der Hauptstadt asphaltiert wurde, mussten die Bauarbeiten um einen großen Brocken herumführen, erzählt Meitil. Denn der Stein, so wusste jeder Färinger, gehörte dem "huldufólk". Ihn wegzuräumen, um die Straße zu begradigen: undenkbar.

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