Tipps: So wird der Kurzurlaub wirklich erholsam

Im Kurzurlaub tankt man am besten Energie, um wieder fit für Alltag und Beruf zu werden. Wer sich mit Erwartungen und Planungen überfordert, kommt aber schwer zur Ruhe. Die besten Tipps, um abzuschalten.

Wellness Massage - Cover
Eine Massage tut gut. Auch hier am besten mit Maß und Ziel Foto: Ryan McVay/DigitalVision/Thinkstock

Raus aus dem Alltag, und wenn es nur für ein paar Tage ist: Viele Menschen suchen auf Wellness-Kurzreisen Erholung und Entspannung. Nicht wenige Hoteliers sind auf die Bedürfnisse eingestellt und bieten maßgeschneiderte Pakete. Damit Körper und Geist am Urlaubsort aber wirklich zur Ruhe kommen, sollte der Kurztrip gut geplant werden.

Kurze Fahrt

"An erster Stelle sollte man sich bei der Buchung der Entfernung zum Urlaubsort bewusst sein", empfiehlt der Gesundheitspsychologe Lutz Hertel. Länger als zwei Stunden dauert die Fahrt besser nicht. "Reist man mit dem Auto an, dann ist das die Toleranzdistanz, die noch gut weggesteckt wird, ohne genervt zu sein." Stressfreier sind Bus oder Bahn. Im Idealfall bietet das Hotel dann einen kostenfreien Transfer vom (Bus-)Bahnhof.

Der klassische Zeitraum für einen Kurztrip ist das Wochenende. Gerade Berufstätige können es oft nicht anders einrichten. Ist man aber flexibel, umgeht man diesen Zeitraum besser, rät Hertel. Wellness-Hotels sind am Wochenende in der Regel ausgelastet. Das bedeutet: Wenig zeitlicher Spielraum bei den Wellness-Behandlungen, viel Andrang im Spa-Bereich, ausgelastetes Personal.

Am besten unter der Woche

Volle Wellness-Tempel sind nicht ungewöhnlich. Die Wellness-Auszeit ist nichts Exotisches mehr, sondern etwas, das sich viele Menschen regelmäßig gönnen. Unter der Woche fehlen jedoch häufig die Gäste, gerade in der Nebensaison. Hotels bieten dann nicht selten Sonderkonditionen.

Termine rechtzeitig vereinbaren

Die Termine für Wellness-Behandlungen vereinbart man am besten noch vor der Abreise von zu Hause aus. Denn kein Spa hat unendliche Kapazitäten an Behandlungsräumen und Personal. "Kurzfristig sind Wunschtermine oft schwer zu realisieren", sagt Hoteldirektorin Petra Bensemann. Wer Behandlungszeiten erst vor Ort vereinbart, hat mitunter kaum terminliche Alternativen.

Wellness: Weniger ist mehr

Es ist nicht ratsam, sich den Tag mit Anwendungen voll zu packen. "Eine Massage ist für den Körper anstrengend. Diese Anstrengung muss er danach erst einmal verarbeiten", erläutert Bensemann. Außerdem findet Wellness nicht nur in den Behandlungsräumen des Spas statt: Spaziergänge in der Natur, mit einem Buch im Sessel vorm Kamin sitzen, gutes Essen genießen, Zeit für sich haben. All das entspannt.

Recherche ist alles

Sauna, Whirlpool und Schwimmbad sind nichtsdestotrotz ein Sehnsuchtsort vieler Wellness-Urlauber. Damit der Spa-Bereich am Urlaubsort nicht enttäuscht, recherchiert man im Zweifel lieber im Vorfeld. Hertel nennt eine einfache Faustformel: Pro Zimmer mit zehn Quadratmeter Spa-Fläche rechnen. Hat das Hotel also 100 Zimmer, sollte der Spa mindestens 1.000 Quadratmeter messen. "Außerdem klärt man vorher ab, ob das Hotel Tagesgäste in den Spa lässt", sagt der Wellness-Experte. Das könne für Gedränge sorgen.

Kontrast zum Alltag

Wellness-Urlaub sollte immer ein Kontrast zum Alltag sein. "Da ist Nähe zur Natur grundsätzlich von Vorteil, weil sie ausgleichend auf Menschen wirkt", sagt Hertel. Idealerweise sind in der Umgebung des Hotels reizvolle Landschaften. Ob das nun Wälder, Wiesen, Weiden oder Strände sind, ist Geschmackssache. Für manche Menschen vom Land wiederum könne eine Großstadt ausgleichend sein, ergänzt Hertel.

Mehr zum Thema: