Personal Trainer: So unterscheiden Sie gute von schlechten Fitnessgurus

Man kennt sie als gestählte Fitnessgurus, die die Stars schlank, schön und muskulös machen. Doch Personal Trainer sind nicht nur in der glamourösen Welt der Prominenten unterwegs. Das sollten Sie bei der Auswahl eines Trainers beachten.

Personal Trainer
Personal Trainer kommen auch nach Hause Foto: Thinkstock

Personal Trainer erstellen ein speziell auf den einzelnen Sportler oder Hobbyathleten zugeschnittenes Programm und feuern ihn an. Da sich aber jeder Personal Trainer nennen darf, sollten Kunden auf dessen Ausbildung und Erfahrung achten. Kunden können in Fitnessstudios die Dienste eines Personal Trainers hinzubuchen. Außerdem arbeiten viele freiberufliche Fitnessgurus mit Partnerstudios zusammen, um dort mit ihren Kunden an den Geräten arbeiten zu können. Das Prinzip bleibt das gleiche: "Personal Training meint, dass sich ein Trainer voll und ganz auf einen Kunden konzentriert", erklärt Experte Benjamin Wienke.

Trainer als Psychologe

"Personal Trainer sind ein bisschen wie Psychologen", ergänzt Lonneke Boel, Personal Training Coordinator bei Fitness First. "Die Kunden erzählen ihr Leben." Einer zum Beispiel wollte abnehmen, habe allein aber nur zwei Kilo geschafft und dann Unterstützung für das weitere Abnehmen gesucht. "Wir Personal Trainer versuchen, gemeinsam mit dem Kunden dessen Ziel zu erreichen."

Der Kunde ist oft jemand, dessen Arbeitstag wenig Zeit für Sport lässt und der zeitlich flexibel Sport treiben möchte. "Auch sind es Menschen, die sich selbst schlecht motivieren können und jemanden brauchen, der sie antreibt", sagt Prof. Theo Stemper, Ausbildungsdirektor beim Deutschen Fitness und Aerobic Verband.

Personal Trainer beraten Kunden individuell

Jeder ein Trainer

Allerdings ist der Begriff Personal Trainer nicht geschützt, jeder darf sich so nennen. Wie unterscheidet sich der gute vom schlechten? "Man sollte nach der Qualifikation, nach Referenzen und Berufserfahrung fragen", rät der Sportwissenschafter Prof. Winfried Banzer in Frankfurt am Main. Idealerweise sei der Personal Trainer diplomierter Sportwissenschaftler oder könne eine Übungsleiterausbildung vorweisen. Auch Physiotherapeuten, Sport- oder Gymnastiklehrer hätten eine passende Basis. "Ebenso wenig ist es ein Manko, wenn man nur einen Trainerschein hat", gibt Stemper zu bedenken.

Hat man Kontakt zu einem Trainer aufgenommen, ist es üblich, sich zunächst zu einem unverbindlichen Kennenlerngespräch zu treffen. Dabei lässt sich herausfinden, ob der Trainer zuverlässig wirkt und einem sympathisch ist. "Auch sollte man fragen, mit welchen Methoden der Trainer arbeitet", rät Banzer.

Gute Trainer

Bei dem Gespräch erfragt ein guter Personal Trainer, was der Kunde wünscht, welches Ziel er hat. Entschließt sich der Kunde zu einem Training, macht der Trainer eine detaillierte Anamnese: Fragen nach Alter, Gewicht und Ziel des Kunden werden ergänzt durch Fitnesstest, Blutdruckmessung und medizinische Angaben. Je besser die Anamnese, desto genauer kann der Trainer ein individuelles Konzept entwerfen.

Dieses setzt er mit dem Kunden um. Der Trainer demonstriert eine Übung, dann ist der Hobbysportler dran. Dabei steht ein guter Personal Trainer nicht einfach daneben und zählt mit, sondern er korrigiert, optimiert, führt Protokoll und steuert die Intensität. Denn wo der Freizeitsportler selbst gern mal etwas großzügiger ist bei dem Maß der Belastung, feuert der Trainer einen an und achtet auf Genauigkeit. "Mit dem Personal Trainer macht man auch die fünf Wiederholungen, auf die man allein verzichten würde", sagt Boel. Das mache das Training effektiv. Das Programm kann der Kunde später allein absolvieren und den Trainer beispielsweise nur einmal in der Woche dabeihaben.

Tipp
Sportwissenschafter, als Experten für Bewegung, Training und Gesundheit mit Personal Training finden Sie im im Raum Wien unter www.diepersonaltrainer.at

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