Aromatisch und gesund: Kochen mit Kräutern für die feine Sommerküche

Küchenkräuter verleihen den Speisen Frische sowie das „gewisse Etwas“ und liefern gleichzeitig wertvolle Vitamine und Vitalstoffe. Wer mag, kann die ­gesunde grüne Würze sogar selbst zuhause anbauen.

Kräuter
Kräuter nach dem Einkauf bis zur Verwendung in Wasser einfrischen. Foto: Thinkstock

Selbst Haubenköche kommen ins Schwärmen, wenn sie von Kräutern sprechen. Stefan Vadnjal vom Restaurant Dolce Vita in Klagenfurt: „Man sollte zum Kochen so viele Kräuter wie möglich verwenden. Sie sind fantastische Würzmittel und  universell einsetzbar.“ Für die feine Sommerküche empfiehlt der Profikoch vor ­allem Rosmarin, Lavendel und Thymian. „Lavendel etwa passt perfekt zu Fisch oder Lamm und verleiht den Gerichten ein feines süd­liches Aroma“, so Vadnjal. Thymian wiederum ist optimal, um etwa Saucen und Suppen zu verfeinern, ­während Rosmarin perfekt mit Geflügel-, Fisch-, Pilz- und Kartoffelgerichten harmoniert. Ein Klassiker der Sommerküche ist auch Basilikum, sehr oft verwendet in Kombination mit Tomaten. Das Universalgewürz der Österreicher schlechthin ist Petersilie, die bei so gut wie allen Gerichten zum Einsatz kommt.

Gesund

Zum Geschmacks-erlebnis, das frische Kräuter vermitteln, kommt auch ein wichtiger gesundheitlicher Aspekt. Die meisten Kräuter sind reich an Vitamin C und besitzen viele wichtige Mineralien und Spurenelemente. Dadurch wirken sie entwässernd und entschlackend. Außerdem helfen sie bei der Ankurbelung des Stoffwechsels – für Speisen, die mit vielen Kräutern gewürzt sind, benötigt man kaum Salz und beugt somit Herz- und Kreislauf-Erkrankungen vor. Als probates Heilmittel in einem anderen Bereich seit jeher bekannt sind etwa Brennnessel: sie werden oft bei Atmungsorgane und bei Gelenkschmerzen eingesetzt. Zudem wirkt die Pflanze schmerzlindernd, entzündungshemmend, blutstillend und harntreibend. Lungenkraut oder Spitzwegerich hingegen eignet sich wiederum als Helferlein bei Erkältungskrankheiten, wie Husten.

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Die meisten Kräuter sind reich an Vitamin C und besitzen viele wichtige Mineralien und Spurenelemente. Foto: Thinkstock

Frische

Beim Erwerb von Kräutern gilt es drauf zu achten, dass selbige frisch sind. Nach dem Einkauf ­sollte man die Kräuter immer gleich vom Gummiband befreien. Bis zur Verwendung in Wasser einfrischen und an einen kühlen Platz stellen. Sobald die Kräuter zum Kochen verwendet werden, kurz mit kaltem Wasser abschwemmen und weiter verarbeiten. Eine lohnende Alternative zu Kräuterbünden ist Topfware. In Töpfe eingesetzt, sind die Pflanzen länger haltbar und können bei guter Pflege auch im Garten, auf dem Balkon oder der Fensterbank nachwachsen. Darüber hinaus ist ein eigener kleiner Kräutergarten ein hübscher Blickfang, der gleichzeitig verführerisch duftet.

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Weekend Magazin Nr. 11 13./14.Juni 2014 Foto: Weekend Verlag

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