K-Food: Koreanische Küche voll im Trend

Was die koreanische Küche ausmacht? Eine enorme Vielfalt an Beilagen, gesunden Zutaten und Gemüse. Als Liebhaber koreanischer Kochkunst kommt man an einem Gericht nicht vorbei: Kimchi. Was es damit auf sich hat? Hier kommt die Antwort!

Kimchi Korea - Cover
Ein koreanisches Nationalgericht: Kimchi Foto: theJIPEN/iStock/Thinkstock

Die koreanische Küche setzt auf traditionelle Speisen mit Reis und viel Gemüse. Fermentiertes Gemüse spielt dabei eine zentrale Rolle. "Koreanisches Essen ist gesünder, da zum Fleisch viel Gemüse gegessen wird", wirbt Kang, ein ehemaliger Koch. Koreanisches Essen (Hansik) entwickle sogar eine krebshemmende Wirkung. Ausländische Touristen kommen allerdings bei dem scharfen Essen schon mal ins Schwitzen.

Was Kimchi ausmacht

Kimchi ist dabei so etwas wie die heilige Kuh der koreanischen Küche: Die meist scharfwürzige fermentierte Gemüsebeilage darf bei keinem Essen fehlen. "Während schwerer Zeiten, als es nichts anderes zu essen gab, war Kimchi wahrscheinlich das Einzige, was die Koreaner zu essen hatten", heißt es in einer Studie der Universität von Pusan. Es gibt bis zu 187 Varianten. Die bekannteste ist jedoch Baechu-Kohl, auch als Chinakohl oder als koreanisches Sauerkraut bekannt, nur dass der Kohl mit einer Chilisauce eingerieben wird. Südkorea ist stolz, dass "koreanischer Kimchi und die Kimchi-Kultur" vor zwei Jahren von der Unesco als unberührbares Weltkulturerbe anerkannt wurde.

Neben Kimchi als Beilage zählt Kang eine Kimchisuppe (Kimchi-jjigae) und Doenjang-jjigae - eine Art Eintopf mit Sojabohnenpaste, Tofu, Kartoffeln sowie Pilzen in Rindfleisch- oder Muschelsuppe - zu den Lieblingsspeisen der Koreaner. Unter Ausländern ist besonders Bibimbap, ein Mischung von gewürztem Gemüse und Reis, sowie Bulgogi (mariniertes Fleisch) beliebt. Seine besondere Empfehlung ist jedoch Miyeok-guk, eine Suppe mit getrocknetem Seetang in klarer Rindfleisch- oder Meerestierbrühe, sagt Kang. Frauen, die gerade ein Kind entbunden haben, erhalten Miyeok-guk zur Stärkung.

Mehr als 1.500 Beilagen

"Früher hatten koreanische Köche keinen Stolz", sagt die Generalsekretärin von KFF, Kim Dong Hee. Doch das habe sich geändert. Daneben werden jetzt viele Köche aus dem Ausland eingeladen. Auch sie legten viel Wert darauf, wie koreanische Speisen gegessen werden, sagt Kang. In der Regel gehören viele kleinteilige Beilagen zum Reis, zur Suppe oder zu Fleisch und Fisch. Das Menü kann dabei sehr einfach sein oder aber auch mit so vielen Beilagen (banchan) serviert werden, dass auf dem Tisch fast kein Platz mehr ist. Im Buch "Korean Food 101" heißt es, dass die koreanische Küche über 1.500 Beilagen kennt - und die machen mehr als die Hälfte der koreanischen Speisen aus.

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