So findet man das ideale Fitnessstudio für sich

Von Yoga bis Pilates, von Gruppen-Aktivitäten bis Personal Trainer: Bevor man sich entscheidet oder überreden lässt, sollte man für sich ein paar grundsätzliche Fragen klären. Dann wird es gleich viel einfacher.

Fitness Fitnessstudio - Cover
Nicht jedes Training ist für jeden gleich gut geeignet Foto: Antonio_Diaz/iStock/Thinkstock

Angebote

Einige Anbieter werben laufend mit Sonderaktionen. Oder Neulinge bekommen zeitweise einmalige Kosten bei der Aufnahme erlassen. Verhandeln kann sich daher lohnen - zumindest bei den teureren Ketten, rät Falk Murko von der Stiftung Warentest. "Da ist schon einiges drin an Nachlässen." Wichtig zu wissen: Bei Franchise-Anbietern können die Preise je nach Filiale variieren. Das macht sie etwas undurchsichtig und erschwert das Vergleichen. "Die sind da nicht sehr auskunftsfreudig."

Ausprobieren

Probieren geht bei der Suche nach dem passenden Studio über studieren. Vielfach gibt es kostenfreie Probetrainings. Ansonsten wird die Gebühr dafür in der Regel beim Abschluss einer Mitgliedschaft mit den Beiträgen verrechnet, erläutert der Arbeitgeberverband deutscher Fitness- und Gesundheits-Anlagen (DSSV).

Klauseln

Bei der Laufzeit rät Murko: "So kurz wie möglich". Schließlich bestehe immer das Risiko, dass man sich im Club nicht wohlfühlt. Manche Verträge räumen die Möglichkeit ein, etwa im Sommer zeitweise auszusetzen. Wer sich nicht nur auf eine Filiale festlegen will, sollte auf die Übertragbarkeit auf andere Clubs achten.

Betreuung

Interessenten sollten nach der Qualifikation der Trainer fragen, empfiehlt der DSSV. Denn bei Fragen rund ums Training sind gut geschulte Fitnesslehrer wichtig. Daran hapert es laut Stiftung Warentest gerade bei Discountern. Das kann auf Kosten der Gesundheit gehen. So klagten die Tester etwa über Kribbeln und Taubheitsgefühle in den Beinen. In einem Fall schickte der Trainer die Person nicht zum Arzt, sondern ließ sie einfach weitertrainieren. Begründung: bloß ein Muskelkater. Die Anbieter weisen den Vorwurf allerdings zurück, dass viele Trainer zu unqualifiziert seien.

Einweisung

Abstriche gebe es bei Billiganbietern schon bei der Einführung von Neulingen. "Die ist oft sehr oberflächlich", sagt Murko. Oder ein Probetraining wird nur in der Gruppe abgehalten - ohne individuelle Betreuung. "Es gibt natürlich auch Leute, die sagen 'Ich brauch das nicht'", schränkt Murko ein. Gerade für Einsteiger ist die richtige Anleitung beim Trainieren aber wichtig. "Man kann da sehr viel falsch machen", sagt Murko. "Dann schadet das Training mehr, als es nützt."

Geräte

Bei der Ausstattung und den Räumlichkeiten sind Discounter nicht unbedingt schlechter als andere - sie können laut der Stiftung Warentest durchaus mit teureren Anbietern mithalten. Neulinge sollten beim ersten Besuch darauf achten, wie viele freie Geräte es gibt. So sehen sie, ob sie später beim Training warten müssen. Entscheidend auch für den ersten Eindruck: Sind alle Geräte auf dem aktuellen Stand und intakt? Und für Serienfans wichtig: Kann man auf den Laufbändern gut fernsehen? Daneben sind Freiflächen praktisch für Functional Training oder Übungen mit der Faszienrolle.

Kurse

Trainieren an Geräten ist nicht alles. Ein gutes Kursangebot ist vor allem für diejenigen wichtig, die nicht alleine trainieren wollen. Dabei sollte man prüfen, ob die Kurse extra kosten, rät die Stiftung Warentest. Viele Studios bieten hier inzwischen eine breite Palette - von Yoga über Pilates. Im Trend seien etwa Zumba-Kurse oder Workout mit der Kettlebell.

Wellnessbereich

Sauna und Schwimmbad sorgen nach dem Training für die perfekte Entspannung. Allerdings nur, wenn es dort hygienisch zugeht und kein Schimmel in der Dusche blüht. Hier gilt es also, beim Probetraining genau hinzusehen.

Atmosphäre

Die besten Geräte nützen nichts, wenn man sich in einem Club nicht wohlfühlt. Neulinge sollten also auch darauf achten, ob ihnen das Ambiente gefällt und was für Leute im Club trainieren.

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