Depression oder depressiv? Wann wird es gefährlich?

Jeder Mensch fühlt sich mindestens einmal in seinem Leben aus unterschiedlichen Gründen depressiv. Doch dabei muss es sich nicht gleich um eine klinische affektive Störung handeln. Aber woher wissen wir, was wir haben?

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Ab wann ist depressive Verstimmtheit behandlungsbefürftig? Foto: Volodina/iStock/Thinkstock

Trauerphasen und Trägheit gehören zum Leben genauso dazu wie Lebensfreude und Kraft und bedürfen nicht gleich einer professionellen Behandlung – es sei denn, der Leidensdruck der betroffenen Person ist bereits zu groß. Vor allem im Herbst und Winter leiden viele Menschen aufgrund des mangelnden Vitamin Ds an einer leichten depressiven Verstimmung. Dabei kann es zu unterschiedlichen Symptomen kommen wie Schlafstörungen, Antriebslosigkeit, Reizbarkeit oder Hilflosigkeit. Viele Menschen fühlen sich zudem wertlos und machen sich über Dinge permanent Gedanken, die für andere unbedeutend sind. Auch das ist temporär in Ordnung – übersehen Sie aber nicht die feine Schwelle.

Wann ist sie behandlungsbedürftig?

Gefährlich und somit behandlungsbedürftig ist diese Verstimmtheit dann, wenn sie über einen längeren Zeitraum – mindestens zwei Wochen durchgehend – währt beziehungsweise Betroffene sie nicht mehr ertragen, auch wenn die Dauer kürzer ist. Jeder zehnte Österreicher leidet an einer Depression - Tendenz steigend. Vermutlich auch deswegen, weil sie zu einer der meist tabuisierten psychischen Störungen hierzulande zählt. 2020 stellen Depressionen nach Herz-Kreislauferkrankungen die zweithäufigste Krankheit in Österreich dar. Bleibt sie unbehandelt, kann dies fatale Folgen mit sich führen. Die einzige Chance, eine Depression zu überwinden, ist, sich frühzeitig untersuchen und bei Bedarf behandeln zu lassen, was durch moderne Behandlungsansätze großteils erfolgreich gelingt. Je früher eine psychische Störung erkannt wird, umso höher die Heilungschancen!

So fühlen sich depressive Menschen

Dieses Video zeigt auf herzzerreißende Art, wie es ist, mit einer Depression zu leben und was Betroffene denken.