So stellen Sie leckere Eiscreme und Sorbets ganz leicht selbst her

Auch ohne Eismaschine lassen sich mit den richtigen Zutaten und etwas Übung geschmackvolle Eissorten herstellen. Dazu sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Experten verraten ihre besten Tricks für Sorbet, Granité und Milcheis.

Eiscreme
Selbst gemacht schmeckt's am besten Foto: Thinkstock

In den Eisgeschäften geht es seit einigen Jahren immer exotischer zu: "Karamell mit Fleur de Sel", liest man da an den Theken, oder auch "Büffelmilcheis mit Balsamico". An solch ausgefallene oder aber an klassische Eissorten können sich Verbraucher auch selbst heranwagen. "Eis selber zu machen, ist keine Hexerei, aber man braucht etwas Geduld", erklärt Christina Richon, Kochbuchautorin aus Givisiez bei Fribourg (Schweiz). Am besten jedoch steigen Hobbyköche einfach ein: mit einem Fruchtjoghurt im Tiefkühlfach. Dieses Eis rührt man mit Naturjoghurt, pürierten Früchten und etwas Staubzucker an. Pürierte Früchte oder Fruchtsäfte können aber auch pur in eine kleine Form, etwa eine Mini-Guglhupfform, gegeben und eingefroren werden. Nach etwa einer halben Stunde steckt man in die angefrorene Masse einen Holzstiel oder Löffel, so dass ein Eis am Stiel entsteht.

Granités

"Für den Einstieg sind auch Granités gut geeignet", empfiehlt der Foodblogger Robert Kneschke. Dafür werden Früchte püriert und mit Staubzucker und Fruchtsaft gemischt. Ist die Masse fest durchgefroren, wird mit einem Löffel die oberste Schicht des Eisklumpens abgeschabt und in einer vorgekühlten Schale serviert, zusammen mit frischen Früchten. Bei einem Granité sind die festen Eisklumpen typisch - bei allen anderen Sorten sind Eiskristalle nicht gefragt. Sie bilden sich, wenn Wasser gefriert. Um die Kristalle zu vermeiden, müsste das Eis alle zehn Minuten mit Pürierstab oder Schneebesen kräftig durchgerührt werden - und das über mehrere Stunden. Das ist aufwendig und im Ergebnis nicht überzeugend.

Eismaschine

Wenn man öfter selber Eis herstellen möchte, ist es sinnvoll, sich eine Eismaschine anzuschaffen,  Einsteiger können mit einer Eismaschine mit Kühlakku beginnen, der vor dem Zubereiten einer Eissorte immer etwa 18 bis 24 Stunden ins Tiefkühlfach muss. Wer oft und viele Eissorten hintereinander machen möchte, für den lohnt sich laut Richon eine Eismaschine mit Kompressor. Die besitzt ein integriertes Kühlaggregat, das die Eismasse auf die notwendige Temperatur herunterkühlt. Die Maschine rührt die Masse in regelmäßigen Abständen durch.

Um die Kühlzeit des Eises zu verkürzen, rät Richon dazu, die Eismasse vor dem Gefrieren in der Eismaschine mindestens eine Stunde lang in den Kühlschrank oder etwa 15 Minuten in den Tiefkühler zu stellen. Doch erst einmal muss die Eismasse hergestellt werden. Ein Sorbet wird aus Zucker, Fruchtsaft, Fruchtmark, Wasser, Wein oder anderem Alkohol wie Likör zusammengerührt. Alkohol allerdings bewirkt, dass das Eis länger zum Gefrieren braucht. "Zucker sorgt unter anderem für die Cremigkeit", ergänzt Marion Schmid, Inhaberin eines Eisgeschäfts in Berlin.

Richtige Zutaten

Zuckerkristalle sind Eisproduzenten jedoch ebenso wenig willkommen wie Eiskristalle. Daher sollte sehr feiner oder Staubzucker verwendet werden. Alternativ kann der Zucker mit Wasser oder Fruchtsaft zu Sirup gekocht werden, rät Richon. Für Milchspeiseeis wird Milch oder Obers verwendet, meist sogar beides. Auch kommt Eidotter in ein Milcheis, als natürliches Bindemittel. Das Eiklar kann Schmid zufolge mit Zucker zu Schaumgebäck verarbeitet und später zum fertigen Eis gereicht werden.

Tipp
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