Der Herbst ist da: Höchste Zeit seine Abwehrkräfte aufzubauen

Taschen­tücher heraus! Der Sommer hat sich endgültig verabschiedet. Jetzt, in der nasskalten Jahreszeit ist es besonders wichtig, die körpereigene Abwehrkraft in Hochform zu bringen. So kommen Sie fit durch den Herbst.

Abwehrkräfte stärken
Topfit in den Herbst Foto: Picturedesk

Alle Jahre wieder! Pünktlich zum Herbstbeginn überrollt Österreich eine Erkältungswelle. Zu 100 Prozent können wir uns nicht vor Husten, Schnupfen oder ­einer Grippe schützen. Einfache Mittel helfen allerdings das körpereigene Schutzschild zu stärken und somit auch das Risiko krank zu werden zu minimieren.

1. Power-Food

Die richtige Ernährung hält den Körper fit. Brokkoli, Paradeiser, Karotten und Kohl regen die Produktion von weißen Blutkörperchen an. Das hilft bei der Abwehr von Infektionen. Ein Allround-Talent ist Ingwer. Die kleine Knolle fördert die Durchblutung und wirkt zugleich antibakteriell. Tipp: Einfach ein paar kleine Scheiben abschneiden, mit einem halben Liter Wasser aufgießen und eine halbe Stunde köcheln lassen.

2. Die Psyche stärken

­Leidet die Psyche, dann leidet auch das Immun­system. Unter psychischem Druck schüttet der Körper die Stresshormone Adrenalin und Noradrenalin aus: Das Herz pumpt schneller, der Puls schießt in die Höhe, und wir stehen in Alarmbereitschaft. Dauerstress sollte also vermieden werden. Typische Symptome sind ständiges Grübeln, irrationale Ängste, Schlafstörungen oder aggressives Verhalten.

3. Gift für die Abwehr

­Nikotin und Alkohol sind die größten Gifte für das Immunsystem. Daher unbedingt weniger rauchen und Alkohol trinken!

4. Fastenkur

Legen Sie ein oder zweimal im Jahr eine Fastenzeit (ganz ohne Fleisch) ein. So wird der Körper entschlackt und die Abwehr gestärkt. Der Magen-Darm-Trakt wehrt unerwünschte Bakterien, ­Viren und Pilze aus der ­Nahrung ab. Daher ist ein gesunder Darm wichtig fürs Immunsystem. "Rauchen oder die falsche Ernährung fördern eine chronische entzündliche Darmerkrankung", erklärt Univ.-Prof. Dr. Wolfgang Petritsch.

5. In die Therme gehen

Ein Saunagang ein- bis zweimal pro Woche erhöht die Abwehrkraft um min­destens 15 Prozent! Die Hitze in der Sauna tötet Viren. ­Außerdem regt der Wechsel zwischen der heißen Sauna und der kalten Dusche den Kreislauf an und gewöhnt den Körper an schwankende Temperaturen. Das härtet das Immunsystem ab.

Sauna
Foto: Corbis

6. Sport in der Natur

Auch wenn das kalte Wetter eher zum Kuscheln auf der Couch einlädt, sollten wir nicht auf Bewegung in der Natur verzichten. Laufen oder Radfahren an der frischen Luft sind ideale Sportarten, um den Körper und somit das Immunsystem zu stärken. Denn durch die Anstrengung, atmen wir schneller ein und aus. So wird dem Körper mehr Sauerstoff zugeführt. Das stärkt die Lunge und auch unsere Abwehr.

7. Genügend schlafen

Menschen, die dauerhaft zu wenig schlafen, erkranken deutlich häufiger an Infek­tionen. Im Schlaf werden Antikörper gebildet, die das Immunsystem stärken. Wir sollten also mindestens ­sieben Stunden schlafen.

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Foto: Picturedesk

8. Hände waschen

Klingt simpel, ist aber wichtig. Waschen Sie sich häufig die Hände, um möglichst wenig mit Viren, die am Treppengeländer oder im Bus lauern, in Kontakt zu kommen.

9. Kuscheln und Küssen

Bei einem innigen Kuss werden Bakterien ausgetauscht. Das Immunsystem lernt die fremden Mikroben kennen und kann in Zukunft nicht mehr so leicht von ihnen überrannt werden. Kuscheln baut zudem Stress­hormone ab und fördert die Produktion von Glücks­hormonen. Wer viel küsst und kuschelt, stärkt also sein Immunsystem. Worauf warten wir noch?

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Foto: HUBER-IMAGES.DE / SMETEK WIESLAW

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