Angst vor Einbrüchen: Mit diesen Tricks beugt man diesen gezielt vor

Nicht nur während den Wintermonaten ist die Gefahr von Einbrüchen gegeben. Gerade in der Urlaubszeit stehen viele Wohnungen und Häuser leer – quasi eine Einladung für Einbrecher. Mit technischen Tricks können sich Bewohner weiterhelfen.

Die Zahl der Einbrüche ist deutlich gestiegen
Die Zahl der Einbrüche ist deutlich gestiegen Foto: APA (dpa/gms/www.nicht-bei-mir.de)

Sogenannte "Anwesenheitssimulationen" sind laut Experten ein wirksames Mittel, um potenziellen Dieben die Lust am Einbruch zu nehmen. Dabei sollte man jedoch auch konventionelle, einbruchshemmende Maßnahmen nicht vernachlässigen. Ein Überblick über technische Tricks und soliden Einbruchschutz.

Kriminelle reinlegen

Die Anwesenheitssimulation funktioniert zum Beispiel so: Zeitschaltuhren steuern Rollläden, Zimmerbeleuchtung, das Radio oder den Fernseher so, dass ein normaler Betrieb vorgetäuscht wird. Auch gewohnheitsmäßige Einbrecher können deshalb erst nach längerer Beobachtung eines Objekts entscheiden, ob der Weg wirklich frei ist. Dabei könnten sie jedoch leicht Aufmerksamkeit erregen. Zudem lohnt die Mühe kaum, wenn anderorts leicht zu erkennen ist, dass niemand zu Hause ist. Wenig subtil, dafür aber ebenso effektiv: Eine nach außen gut sichtbare Alarmanlage. Reine Attrappen werden Profis wohl kaum abschrecken, aber Gelegenheitseinbrecher werden sich angesichts des drohenden Rotlichts wohl zweimal überlegen, ob sie das Risiko auf sich nehmen.

In einem Punkt sollten die Bewohner indes auf technische Hilfsmittel verzichten: Ein ständig aktivierter Anrufbeantworter signalisiert Kriminellen bei Kontrollanrufen die Abwesenheit der Bewohner. Besser, sie stellen ihn aus. Auf keinen Fall sollten sie jedoch Ansagen wie diese aufsprechen: "Familie XY ist für zwei Wochen im Urlaub und in dieser Zeit nicht zu erreichen".

Türen und Fenster aufrüsten

Auf Abschreckung und Tricks allein sollte man sich ohnehin nicht verlassen, denn die Investition in einbruchhemmende Türen und Fenster lohnt sich: Mehr als ein Drittel der Einbruchsversuche scheitern Sicherheitsexperten zufolge an eingebauter Sicherheitstechnik. Bei deren Auswahl und Einkauf muss man jedoch genau hinschauen. Sichere Türen haben Wandverankerungen, Bänder und einen Scharnierseitenschutz sowie Zusatzschlösser. Ein Querriegelschloss geht über die gesamte Breite der Tür. Ein Schloss mit Sperrbügel verhindert, dass die Tür direkt ganz aufgeht. Sinnvoll ist auch ein Schließzylinder mit Beschlag und Schließblech.

Einbruch
Vor allem Türen sollten einbruchssicher gemacht werden. Foto: Thinkstock

Fenster brauchen aufhebesichere Pilzkopfzapfen, die am ganzen Fensterrahmen verteilt sind. Wird das Fenster geschlossen, greifen sie in verschraubte Stahlschließbleche im Rahmen und verringern das Risiko, dass das Fenster aufgehebelt wird. Die Scharniere sollten zusätzlich abgesichert werden mit dem sogenannten Scharnierseitenschutz. Sinnvoll seien auch abschließbare Fenster. Das Fensterglas muss Wurfgeschossen standhalten. Wer seine Fenster nicht gleich austauschen möchte, kann eine Sicherheitsfolie nachträglich auftragen. Ebenfalls sollten Hausbesitzer daran denken, Rollläden, Lichtschächte sowie Fenster und Türen im Keller und am Balkon abzusichern. Natürlich müssen alle Eingänge zum Haus bei Abwesenheit immer verschlossen sein. Bei höherem Risiko rät die Initiative zu Alarmanlagen.

Auf wohnnet.at finden Sie noch mehr Infos zu Sicherheitsfenstern

Mehr zum Thema: