Achtung, Allergiker: Die Pollensaison in Tirol startet

Schnupfen, tränende Augen und Asthma: Die Pollen haben in Tirol wieder „Saison“. So können Allergiker die schlimmsten Beschwerden verhindern...

Pollenallergie.jpg
Für rund 1,3 Millionen Österreicher beginnt der Kampf gegen den Heuschnupfen. Foto: DZM/ISTOCK/THINKSTOCK

Das unbeständige Wetter in Tirol hat Pollenallergiker dieses Jahr bisher verschont. Doch für viele war es bloß eine letzte Schonfrist. Zwar sind die Erlen- und Haselblüte fast vorüber, aber die Esche blüht derzeit voll und die Birke startet in die Vollblüte.

"Beide zeigen stark steigende Tendenz. Bis in Mittelgebirgslagen treten durch diese beiden Arten größere Belastungen auf", erklärt Notburga Oeggl-Wahlmüller vom Institut für Botanik in Innsbruck. Auch Pollen von Weide, Pappel, Ulme, Eibe und Zypressengewächse seien in der Luft. An und über der Waldgrenze sei man vor den Pollen derzeit noch "sicher". Mit dem schönen Wetter und dem raschen Temperaturanstieg beginnt der Pollenflug in Tirol aber jetzt erst so richtig – tränende, juckende Augen, verstopfte Nasen, Niesattacken und sogar Asthma sind Anzeichen von Heuschnupfen.

Dabei hat die allergische Rhinitis, wie der Heuschnupfen medizinisch genannt wird, weder mit Heu noch Schnupfen etwas zu tun. Es handelt sich um eine allergische Reaktion auf Pflanzenpollen. Die mikroskopisch kleinen Blütenstaubteilchen verbreiten sich in der Luft und gaukeln unserem Körper vor, schädliche Eindringlinge zu sein. Unser Körper reagiert daraufhin mit lästigen Belastungen der Seh- und Atemorgane.

Generell empfiehlt sich bei ersten Symptomen den Arzt aufzusuchen, denn eine Allergie kann aufgehalten werden. Eine frühzeitige Diagnose und eine entsprechende Therapie können schwere Verlaufsformen eindämmen.

Tipps zur Vorbeugung:

  • In der Hauptblütezeit Wiesen und Felder meiden
     
  • Fenster tagsüber möglichst geschlossen halten
     
  • Sich zu Tageszeiten großer Pollenbelastung in geschlossenen Räumen aufhalten
     
  • Tägliches Staubsaugen, um eingedrungene Pollen im Innenraum zu beseitigen
     
  • Pollenschutzgitter für Fenster anbringen. Eine spezielle Struktur verhindert das Eindringen von 90 Prozent der Pollen
     
  • Pollenfilter fürs Auto: Pollenfilter sind für alle gängigen Autos erhältlich
     
  • Haare und Gesicht nach einem Aufenthalt im Freien reinigen
     
  • Kleidung nach einem Aufenthalt im Freien wechseln
     
  • Sonnenbrille oder optische Brille tragen und häufig putzen
     
  • Wer Kontaktlinsen trägt, sollte in dieser Zeit auf die sterileren und frischeren Tageslinsen umsteigen. Denn bei harten und auch bei weichen Linsen können sich darunter leicht Pollen ansammeln und das Auge reizen
     
  • Zigarettenrauch meiden: Kinder, die ständig Zigarettenrauch ausgesetzt sind, haben ein deutlich höheres Allergierisiko
     
  • Für Pollenallergiker empfehlen sich Reisen in die Berge oder ans Meer
     
  • Der Pollenwarndienst informiert, wann welche Pollen vermehrt unterwegs sind – auch als kostenlose Handy-App
     
  • „Tagebuch“ beim Pollenwarndienst führen. Durch das regelmäßige Eintragen der Beschwerden kann eine Prognose erstellt werden. Jeder Nutzer bekommt auf ihn zugeschnittene Warnungen

Mehr zum Thema: